Im Rahmen der zweiten Förderperiode des Programms „Demokratie leben!“ bekommen sechs Vereine und Bündnisse im Rhein-Kreis Neuss Geld für ihre Projekte. Mit diesem Programm unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Vorbeugung gegen Extremismus, die Förderung von Demokratie und interkultureller Begegnung sowie das Engagement gegen Menschenfeindlichkeit. Kreisweit umgesetzt wird es federführend durch das Kommunale Integrationszentrum.

„Die Partnerschaft für Demokratie trägt mit ihren vielfältigen Förderungen weiter dazu bei, im Rhein-Kreis Neuss eine tolerante und vielfältige Gesellschaft zu erhalten“, so Kreisdirektor Dirk Brügge. Das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Kreises Neuss unterstütze die Projektträger gern dabei, die bewilligten Vorhaben den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Außerdem stünden noch weitere Fördermittel bereit, die für digitale Projekte zum Thema Demokratie beantragt werden könnten. „Auch und gerade in diesen Zeiten, die durch das Thema Corona dominiert werden, ist es uns ein besonderes Anliegen, Menschen und Initiativen zu unterstützen, die sich der Extremismus-Prävention und der Stärkung von Toleranz und Vielfalt verschrieben haben,“ betont Brügge.

Zuschüsse in Höhe von insgesamt fast 30 000 Euro erhalten das Haus der Jugend in Neuss, die Integrationsagentur der Caritas-Sozialdienste Rhein-Kreis Neuss GmbH und die Künstlergruppe GOJA aus Neuss für verschiedene Projekte mit künstlerischen und musikalisch-tänzerischen Elementen, die Festivalcharakter haben und Begegnungen unterschiedlichster Bevölkerungsgruppen unterstützen sollen. Außerdem wird der Verein Creative Change gefördert, der ein interaktives Theaterstück an einer Grundschule in Neuss durchführen möchte. Dieses Vorhaben wird voraussichtlich auf das nächste Schuljahr verschoben, ebenso wie der Plan des Kinderschutzbundes in Neuss für einen analogen und digitalen Briefkasten für Kinderrechte. Die Offene Tür Barbaraviertel erhält einen Zuschuss für eine Exkursion in die neue Partnerstadt der Stadt Neuss, Herzliya in Israel. Diese Exkursion soll im November durchgeführt werden, so dass die Hoffnung besteht, dass sie wie geplant stattfinden kann.

Interessierte, die ebenfalls ein Projekt initiieren wollen, können die entsprechenden Formulare und Informationen im Internet unter der Adresse www.rhein-kreis-neuss.de/demokratieleben einsehen und herunterladen. Ansprechpartnerin für das Programm ist Julia Meisel vom Kommunalen Integrationszentrum Rhein-Kreis Neuss. Ihre E-Mail-Adresse lautet julia.meisel@rhein-kreis-neuss.de.