Als „wichtiges Signal zur richtigen Zeit“ wird beim Rhein-Kreis Neuss der Beschluss gewertet, dass Gesellschafterversammlung und Aufsichtsrat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier das Wirtschafts- und Strukturprogramm (WSP) 1.1 auf den Weg gebracht haben. „Damit wird die Zukunft im heutigen Braunkohlegebiet wieder ein Stück konkreter, und das ist gut für die Bevölkerung und die Wirtschaft“, so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

„Das Maßnahmenpaket zeigt auf, wie wir neue Arbeitsplätze schaffen und eine hohe Lebensqualität erreichen können. An diesem Projekt mitzubauen, fordert von allen Beteiligten viel Kraft, aber diese Anstrengung wird sich lohnen“, ist Kreisdirektor Dirk Brügge, Vorsitzender des Revierknotens „Infrastruktur und Mobilität“, überzeugt.

Das WSP 1.1 wird am 27. April im Rahmen der Veranstaltung „#Revier2030“ der nordrhein-westfälischen Landesregierung offiziell übergeben und geht dort in einen weiteren Abstimmungsprozess. Die finale Version wird im Rahmen einer Revierkonferenz am 25. Juni der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Wirtschafts- und Strukturprogramm ist die strategische Leitlinie für den Strukturwandel und vereint Beschreibungen der sogenannten Zukunftsfelder – „Energie und Industrie“, „Ressourcen und Agrobusiness“, „Innovation und Bildung“ sowie „Raum und Infrastruktur“ – mit konkreten Handlungsanweisungen sowie Angaben dazu, welche Projekte den Strukturwandel voranbringen und wie diese von Bund und Land gefördert werden können. Hierzu stehen bis 2038 Mittel in Höhe von bis zu 14,8 Milliarden Euro zur Verfügung.

Letztlich weist das WSP 1.1 die Richtung für den Strukturwandel. Es bildet beginnende Prozesse und deren Vernetzung untereinander ganzheitlich ab. Sein Ziel ist, einen Strukturbruch im Rheinischen Revier zu verhindern, der mit Blick auf den Braunkohleausstieg droht. Für einen gelingenden Strukturwandel zeichnet das WSP 1.1 folgende Vision: eine florierende Region, steigende Einwohnerzahlen sowie zufriedene Menschen, die bequem per Nahverkehr ihre Arbeit erreichen und ihre Freizeit gern in ihrer Heimat verbringen.

Die Zukunftsagentur bringt den aktuellen Stand auf den Punkt: „Fachliche Antworten auf wesentliche Fragen sind gefunden, nun sind Investoren, Gründer, Unternehmer, aber auch Wissenschaftler am Zug. Es gilt, identifizierte Probleme gemeinsam zu lösen und Projekte auf den Weg zu bringen, die Arbeitsplätze schaffen, Menschen mit besserer (Fort-) Bildung für diese qualifizieren, die aber auch bei der Bau-, Ressourcen- und vor allem der Energiewende helfen.“