„Wood & Brass“: Abwechslungsreiches Konzert der Musikschule Rhein-Kreis Neuss

„Wood & Brass“: Abwechslungsreiches Konzert der Musikschule Rhein-Kreis Neuss

Mit einem abwechslungsreichen Konzert unter dem Leitwort „Wood & Brass“ präsentierte sich jetzt die Musikschule Rhein-Kreis Neuss in der Alten Schule in Korschenbroich. Musik für Holz- und Blechbläser stand auf dem Programm, zu dem Musikschulleiterin Ruth Braun-Sauerwein und Fachbereichsleiterin Susanne Tòth die zahlreich erschienenen Gäste begrüßten. Eine gute Stunde musizierten 23 Schüler und Schülerinnen.

Zum strahlenden Sonnenschein passte schon der erste Beitrag eines Blockflöten-Quartetts mit zwei Sätzen aus Telemanns „Concerto F-Dur“ und einem funkelnden Allegro. Dass auch moderne Musik für die Blockflöte kein „No-Go“ darstellt, zeigten Erin Holbrook und Milan Thüer, beide erfolgreiche Teilnehmer von „Jugend musiziert“, mit ihren überzeugenden Beiträgen. Mit kräftigem Ton und rhythmisch sicher, spielte Sebastian Faber auf dem Tenorhorn. Musikalisch inspiriert war Franz Dorns Beitrag von einem Mozart-Menuett für Klarinette. Auf diesem Instrument zeigte auch Antonia Wienold mit einem Stück von Georg Friedrich Händel ihre guten Ansätze. Die Querflöten fehlten nicht: Jule Andretzky spielte ein programmatisches Stück von Daniel Hellbach, Johanna Berkner, führte – begleitet von Maja Meinhardt – zwei moderne Stücke mit traditionellem Hintergrund auf, und das Duo Adriana Kunze/Hansi Quin griff mit zwei Telemann-Sätzen aus der „Sonate D-Dur“ in die Schatztruhe des Barock. Davor war Simon Löns zu hören, der Barry Cockcrofts „Kuku“ mit seinem experimentellen Charakter sehr gut zu meistern wusste. Mit schönem Ton und dem passenden Gespür gestaltete Maike Schmitz eine Aria von Eugène Bozza. Gekonnt brachte schließlich Jakob Offermann am Saxophon „Double Trouble“ zum Ausdruck, und Len Haskic meisterte auch die schnellen Passagen in James Raes´ „Situation Comedy“ bestens.
Als Gast war Urs Franken für das Waldhorn zuständig, auch er ein Landeswettbewerbsteilnehmer. Camille Saint-Saens´ Konzertstück opus 94 verlangte einiges ab von dem jungen Musiker, doch diesen Herausforderungen zeigte er sich sehr gut gewachsen. Mit reichlich Energie wurde das Saxophon-Quartett zum „Rausschmeißer“: Mike Curtis´ „Klezmer Tryptich“ erwies sich als würdiger Abschluss eines Fachbereichskonzerts, das den hohen Ausbildungsstand in der Musikschule Rhein-Kreis Neuss nachdrücklich unter Beweis stellte.