Den Rhein-Kreis Neuss erreichte jetzt ein weiterer Hilferuf aus dem polnischen Partnerkreis Mikolow. Dort müssen viele neue aus der Ukraine vertriebene Menschen aufgenommen und versorgt werden, wozu zusätzliche Sachspenden nötig sind.

Aus einem Zeitungsbericht war bekannt, dass ein Hilfstransport der Organisatoren der Rocksommernacht, des Vereins „Grevenbroicher Helfer mit Herz“ und der „International Crew“, mit Unterstützung der Geschäftsführung des Edeka-Centers Rath in Grevenbroich geplant war. Nachdem der ursprüngliche Zielort als überlaufen galt, konnte der Transport spontan in den Landkreis Mikolow umgeleitet werden. Die Kreisverwaltung organisierte den Weg dorthin.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke zeigte sich beeindruckt von dem Engagement aller Beteiligten und dankte ihnen für die unkonventionelle und umgehende Unterstützung: „Das ist ein großartiges Zeichen der Solidarität unter europäischen Freunden und zeigt, wie wichtig die EU als Friedensunion für uns alle ist.“

Die freiwilligen Helfer aus Grevenbroich erreichten Mikolow schließlich, wo Sachgüter für die Kriegsflüchtlinge wie Decken, Babyausstattung, Hygienemittel und Lebensmittel sowie Rollatoren dankbar in Empfang genommen wurden. Nach einer Verschnaufpause in Polen machten sich die Helfer auf die über tausend Kilometer lange Rückreise und kamen gut wieder im Rhein-Kreis Neuss an.

Zuvor hatte der Kreis bereits mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks und der Spedition Dachser jeweils 100 Feldbetten und Schlafsäcke auf die Reise nach Mikolow geschickt, das unmittelbar an einer Hauptstraße vom ukrainischen Lemberg (Lwiw) in den Westen liegt.