Naturbegeisterte Wanderer erkunden am Sonntag ab 14 Uhr unter fachkundiger Führung einen der ältesten rekultivierten Wälder des Rheinischen Braunkohlenreviers: Die zweistündige Exkursion durch die Altrekultivierung bei Erftstadt-Liblar leiten Uwe Schölmerich, Leiter des Regionalforstamtes Rhein-Sieg-Erft, Wald und Holz NRW, und Gregor Eßer, Leiter der Forschungsstelle Rekultivierung.

Das zu erkundende Waldgebiet wurde vor mehr als 80 Jahren nach Ende des Braunkohlenabbaus im Südrevier angelegt. Es umfasst zahlreiche Seen, von denen heute viele unter Naturschutz stehen. Das Areal bietet reizvolle Waldwanderwege und wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Zu den interessantesten Bewohnern der Altrekultivierung zählt die Europäische Wildkatze. Obwohl das Tier des Jahres 2008 sehr scheu ist, wurde es im Südrevier bereits nachgewiesen. Das Raubtier gehört zu den gefährdeten Tieren auf der Roten Liste und ist europarechtlich streng geschützt. Die großen Buchen und Eichen sowie die vielfältig differenzierten Krautschichten des Südreviers sind ein geeigneter Lebensraum – für die Wildkatze wie auch für viele andere Altwaldspezialisten. Die große Artenvielfalt des Waldes dokumentiert eindrucksvoll die ökologische Qualität des rekultivierten Areals.

Die Exkursion ist kostenlos, doch die Teilnehmerzahl ist auf zehn Personen begrenzt. Interessenten melden sich bitte telefonisch unter 0800 8833830 beim RWE-Besucherdienst an. Coronabedingt werden dabei die Kontaktdaten abgefragt. Die Startkoordinaten der Wanderung werden bei der Anmeldung bekannt gegeben. Die Organisatoren raten zu robustem Schuhwerk und wetterfester Kleidung. Eine Mund-Nase-Bedeckung sollte mitgeführt werden.