Bei einem Gang über das Neusser Werksgelände des Lebensmittellogistikers Dachser hat sich Landrat Hans-Jürgen Petrauschke bei Standortleiter Stefan Behrendt erkundigt, ob es Engpässe in der Lebensmittelversorgung geben könnte. „Ich bin froh, dass ganz im Gegenteil die von Dachser bedienten Läger voll sind“, zeigt sich Petrauschke erleichtert.
 
„Wir haben in den letzten Tagen ein im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent höheres Volumen zu unseren Kunden transportiert. Es gab dabei aber Verschiebungen, da weniger in die Gastronomie, aber mehr zum Einzelhandel geliefert wurde“, erläutert Behrendt. „Es besteht keine Notwendigkeit, sich über einen üblichen Vorrat hinaus mit Lebensmitteln einzudecken. Allen Beschäftigten der Lebensmittelbranche und der dazugehörigen Logistik danke ich für ihren großen Einsatz, durch den die Versorgung der Menschen gesichert ist“, so Petrauschke. Das kurzfristig in Geschäften einige Waren nicht verfügbar seien, liege an stark ausgelasteten Lieferketten zwischen den Großlagern der Lebensmittelhändlern und den Geschäften. „Hier haben wir den Unternehmen unsere Unterstützung bei den Transportkapazitäten angeboten“, ergänzt Behrendt. Das Unternehmen habe zudem umfangreiche Vorkehrungen zum Infektionsschutz getroffen. „Wir sind dem Rhein-Kreis Neuss hier für seine Beratung dankbar“, stellt Behrendt klar, das auch für den Fall einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus die Lieferketten nicht gefährdet sind. „Es war von der Bundesregierung konsequent und richtig, die Logistik als systemrelevant einzustufen. So wird die Einsatzbereitschaft des Personals und damit die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet“, erklärt Petrauschke.
 
Das Treffen hat unter Beachtung der Vorschriften des Infektionsschutzes und unter Wahrung eines Mindestabstandes von 2 Metern stattgefunden.