Der Rhein-Kreis Neuss und der Betriebsrat des auch in Dormagen tätigen Werkstoff-Herstellers Covestro AG haben sich intensiv über die Möglichkeiten zum Erhalt von Arbeitsplätzen ausgetauscht. Bei dem Dialog in digitaler Form ging es auch um neue wirtschaftliche Perspektiven im Zusammenhang mit dem Strukturwandel im Rheinischen Braunkohle-Revier. Bei Covestro sind weltweit 1700 Stellen in Gefahr, 900 davon allein in Deutschland.

Kreisdirektor Dirk Brügge beleuchtete die Chancen, die die Förderprogramme für den Strukturwandel zum Erhalt und zur Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen bieten. „Der Rhein-Kreis Neuss bietet seine Unterstützung bei der Entwicklung konkreter Themen an“, so Brügge. Es könne etwa eine gemeinsame Ideenreihe gebildet werden zu Komplexen wie „Kreislaufwirtschaft“ oder „Klimaneutrale Produktion“, aber auch zur Beihilfeproblematik. Die Betriebsratsvorsitzende Nicole Neubauer legte dar, dass der angekündigte Arbeitsplatzabbau im Unternehmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „unerwartet kam und nicht nachzuvollziehen ist“. Neubauer: „In den letzten Wochen hat aber das Feedback von Arbeitnehmervertretern und Beschäftigten dazu geführt, dass die Unternehmensleitung die getroffenen Entscheidungen nochmal hinterfragt hat. Wir haben jetzt einen gemeinsamen Maßnahmenkatalog entwickelt, der vor allem darauf abzielt, die Transformation ganzheitlich voranzubringen und nicht ausschließlich effizienzgetrieben.“ Der Rhein-Kreis Neuss und der Betriebsrat wollen den Austausch fortsetzen und intensivieren.