Neue Gewerbeflächen und Verkehrswege müssen den Strukturwandel des rheinischen Braunkohlen-Reviers zu einer klimaneutralen Modellregion ebnen. Diese Auffassung vertraten Kreisdirektor Dirk Brügge, Vorsitzender des Revierknotens „Infrastruktur und Mobilität“, und Arndt G. Kirchhoff, Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen, bei einem Gespräch über die Zukunft des Tagebaugebiets.
 
„Ob Verkehr oder Digitalisierung – die Infrastruktur ist die Basis für die künftige Standort-Qualität im Revier. Sie soll auf dem höchstmöglichen Niveau liegen”, hieß es. Neben Infrastruktur und Mobilität beleuchten die Revierknoten der Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH die Themen „Raum“, „Energie“, „Industrie“, „Innovation und Bildung“, „Agrobusiness und Ressource“ sowie „Internationale Bau- und Technologieausstellung“. Die Revierknoten sollen die Zukunftsagentur durch die Erstellung und Fortschreibung von Teilkonzepten eines Wirtschafts- und Strukturprogramms unterstützen sowie die relevanten Akteure aus der Region beteiligen. Die Zukunftsagentur wird bis zum Ende des Jahres eine erste Version für ein (fortschreibungsfähiges) Maßnahmenpaket erarbeiten, auf dessen Grundlage Ziele und Inhalte künftiger Aufrufe konkretisiert sowie die Projekt-Auswahlkriterien und -mechanismen erarbeitet werden können. Ab Anfang 2020 soll diese erste Version dann mit Unterstützung von Gutachtern weiter entwickelt werden. Als Vorsitzender eines Revierknotens ist Kreisdirektor Brügge Mitglied im Koordinierungskreis der Zukunftsagentur.