Vor 75 Jahren, am 8. Mai 1945, konnte die Welt endlich aufatmen: Der 2. Weltkrieg wurde mit der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht gegenüber den alliierten Streitkräften endlich beendet. Verfolgung, Leid und millionenfacher, organisierter Tod waren durch die nationalsozialistische Terrorherrschaft in Deutschland über die ganze Welt gekommen. In Erinnerung an die Grausamkeiten und das Unrecht, das auch Bedburger Bürger*innen erleiden mussten, haben Ende der letzten Woche Claudia Neiß, Schulleiterin der Geschwister-Stern-Schule, Ortsbürgermeister Hans-Willi Maassen, die Eheleute Handeck aus Kirchherten, Ratsmitglied Karl-Heinz Spielmanns und Bürgermeister Sascha Solbach die sieben Stolpersteine im Ortsteil Kirchherten gereinigt. Sie erinnern seit Februar 2010 vor der Zaunstraße 32 an die jüdische Familie Stern – Emil, Else, Herbert, Edith, Gustav, Leo und Selma Stern.

Angeregt wurde die Aktion von Tobias Behr, der heute als Repräsentant der Schill‘schen Offiziere Einigkeit Kirchherten ebenfalls dabei war. Die Einigkeit kümmert sich unter anderem um die Pflege des Denkmals „Harffer Kreuz“. Bereits im Januar wurden anlässlich des Gedenkens an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz die Stolpersteine in der Bedburger Innenstadt gereinigt.