„Skoll“ steht für den selbstkontrollierten Umgang mit Suchtmitteln, und auch in diesem Jahr richtet der Sozialpsychiatrische Dienst des Kreisgesundheitsamts in Kooperation mit seinen Partnern ein „Skoll“-Training aus. Das Gruppenprogramm bietet systematische Unterstützung dabei, den eigenen Konsum zu hinterfragen mit dem Ziel, ihn zu stabilisieren, zu reduzieren oder ganz auf Suchtmittel zu verzichten.

Zehn Jahre ist es jetzt her, dass „Skoll“ als generations- und suchtmittelübergreifendes Angebot im Rhein-Kreis Neuss bekannt wurde. Damals lud die Drogenberatungsstelle (DROBS) der Stadt Neuss gemeinsam mit dem St.-Alexius-/St.-Josef-Krankenhaus zu einem Informationsnachmittag ein, um das Programm vorzustellen und Interessierte zu werben. Stephanie Meuter vom Sozialpsychiatrischen Dienst des Kreisgesundheitsamts, Susanne Rückheim von der DROBS und Michael Weege von den Caritas-Sozialdiensten gehörten zum Kreis der Teilnehmer, absolvierten eine „Skoll“-Trainer-Ausbildung und bieten seitdem Gruppensitzungen an. Seit 2018 geschieht das in Kooperation mit der Volkshochschule (VHS) Neuss, die die Räume zur Verfügung stellt.

„Skoll“ ist ein sogenanntes Selbstkontrolltraining, dass in Form von acht Treffen á zwei Stunden stattfindet. Je zwei Trainer begleiten eine acht- bis zwölfköpfige Gruppe. Sie sprechen die riskant konsumierenden Jugendlichen und Erwachsenen an. Dabei kann es um legale und illegale sowie stoff- und nicht-stoffgebundene Suchtmittel gehen. Die in den vergangenen zehn Jahren gemachten Erfahrungen der „Skoll“-Trainer sind vielfältig und wachsen mit jeder Gruppe. Auch die Rückmeldungen der Teilnehmer im Rahmen der Nachtreffen – in der Regel in der achten Woche nach der letzten Gruppensitzung – zeigen, dass das Training oftmals den Erwartungen entsprach und den Teilnehmern weitergeholfen hat.

Die Frauen und Männer berichten etwa, erstmals über ihren Konsum von Alkohol, Nikotin, Internet oder Glücksspiel gesprochen zu haben, was sie als große Erleichterung empfanden. Dies wiederum hat bei dem ein oder anderen zu Einstellungs- und Verhaltensänderungen geführt, so dass weitergehende Hilfen in Anspruch genommen wurden. Und das ist ein Ziel von „Skoll“: sich mit seinem selber als kritisch empfundenen Suchtmittelkonsum auseinanderzusetzen, in der Gruppe Verständnis und Unterstützung zu bekommen, eigene Ressourcen zu erkennen und sie unter Umständen auch mit professioneller Hilfe zu nutzen.

Das nächste „Skoll“-Training startet am Montag, 5. Oktober, um 16 Uhr bei der VHS. Information und Anmeldung bei den Trainern Michael Weege (Telefon 0 21 31/88 91 70), Susanne Rückheim (0 21 31/52 37 90) oder Stephanie Meuter (0 21 31/928 53 75).