Insgesamt 10,6 Prozent der Beschäftigten in der Kreisverwaltung – darunter sechs Nachwuchskräfte – waren im vorigen Jahr schwerbehindert. Mit dieser Quote liegt die Kreisverwaltung deutlich über der gesetzlichen Vorgabe von fünf Prozent.

Das Ergebnis konnte erreicht werden, obwohl viele schwerbehinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alters- oder krankheitsbedingt aus dem Dienst geschieden sind. Zum 31. Dezember 2021 waren 107 Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen besetzt. Dies geht aus einer Statistik hervor, die das Personalamt vorgelegt hat.

„Diese Zahlen belegen, dass wir unserer Vorbildfunktion als Arbeitgeber weiterhin mehr als gerecht werden. Uns liegt viel daran, schwerbehinderte Menschen ins Arbeitsleben zu integrieren. Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben einer von Verständnis und gegenseitigem Respekt getragenen Gesellschaft“, so Landrat und Personaldezernent Hans-Jürgen Petrauschke. Für eine erfolgreiche betriebliche Integration komme es etwa darauf an, Arbeitsbereiche anzupassen, Aufgabenfelder auf die Schwerbehinderten zuzuschneiden und Büros entsprechend auszustatten.

Auch im Jahr 2021 hat der Rhein-Kreis Neuss zahlreiche Arbeits- und Dienstleistungsaufträge an anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen vergeben. Der Gesamtwert dieser Aufträge betrug rund 82 000 Euro, im Vorjahreszeitraum waren es 75 000 Euro.