Schüler probierten EU-Spiel „Legislativity“ aus

Schüler probierten EU-Spiel „Legislativity“ aus

Wie entstehen EU-Gesetze in Brüssel und Straßburg? Wie wird das EU-Parlament gewählt? Diese und viele weitere Fragen erklärt auf anschauliche Art das EU-Spiel „Legislativity“. Kreisdirektor Dirk Brügge hatte mehrere dieser Spiele dem Neusser Berufsbildungszentrum (BBZ) Weingartstraße zur Verfügung gestellt. Bei seinem Besuch in den Europaklassen der Schule schilderten ihm die Schüler jetzt ihre positiven Erfahrungen mit „Legislativitiy“.

Die Jugendlichen, die als Bankkaufleute und kaufmännische Assistenten ausgebildet werden, berichteten, dass sie mit Hilfe des Spiels den Weg der EU-Gesetzgebung spielerisch nachvollziehen können. Für Kreisdirektor Dirk Brügge ist es wichtig, dass insbesondere vor den bevorstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament im Mai 2019 Schüler ein Verständnis für Demokratie in Europa entwickeln. Bei seinem Besuch im BBZ Weingartstraße betonte er: „Auch wenn Medienberichte über den Brexit und das Erstarken rechter Parteien den Eindruck erwecken, dass Europa vor dem Aus steht, bewerten junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren die EU-Mitgliedschaft ihres Landes als positiv.“ Diesen erfreulichen Trend greife der Rhein-Kreis Neuss als ankerkannte Europa-aktive Kommune auf und setze auf umfassende Informationsangebote auch in den Schulen. Das BBZ Weingartstraße trägt seit 2010 den Titel Europaschule. Neben den Europaklassen bietet es Ausbildungsaufenthalte und Praktika in Unternehmen in anderen EU-Mitgliedsstaaten. „Mit diesem EU-Spiel konnten wir mit unseren Schülern jetzt das Thema Gesetzgebung mit Hilfe von praktischen Beispielen vertiefen“, freuten sich Schulleiter Dieter Bullmann und Politiklehrer Jürgen Schiffers. Das Spiel „Legislativity“ wurde von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg für Jugendliche ab 14 Jahren konzipiert. Bis zu acht Schüler können mit Wissenskarten und Würfeln ihr persönliches EU-Thema als Gesetz auf den Weg bringen. Dabei geht es um Themen wie Verbraucherschutz, Umweltschutz und auch Handelsfragen.