Rückblick auf den Clash of Gladiators 2 - Jakob Styben neuer K1-Europameister

Rückblick auf den Clash of Gladiators 2 - Jakob Styben neuer K1-Europameister

Guido Schumacher zeigte sich sichtlich zufrieden – mit dem Verlauf der Veranstaltung und besonders mit dem Abschneiden seiner Gladiatoren. Die zweite Auflage “Clash of Gladiators” im Gustorfer Elephantsdome war ein voller Erfolg und ein tolles Aushängeschild für die Schlossstadt. Das Kampfsportcenter Grevenbroich präsentierte ein volles Abendprogramm mit einem Europatitelkampf, A- und B-Klasse-Kämpfen und einigen Damenkämpfen, die bewiesen haben, dass sie den Männern in nichts nachstehen. Auch das Vorprogramm, in dem speziell dem Nachwuchs eine tolle Plattform geboten wurde, konnte sich sehen lassen.

Für die Kämpfer des Kampfsportcenters Grevenbroich war es ein erfolgreicher Abend, der bereits Wochen zuvor mit Hochspannung erwartet wurde. Iraj Bajat und Marco Spradau machten ihre ersten Ringerfahrungen zum Ende des Vorprogramms. Beide gingen gegen erfahrene Gegner beherzt zur Sache, mussten sich jedoch geschlagen geben.

Im ersten Galakampf des Abends traf Ken Specht vom Kampfsportcenter Grevenbroich auf Koray Kenanoglu vom Tough Gym Alsdorf. Beide kämpften mit offenem Visier und gingen auf´s Ganze. In der ersten Runde konnte Specht seinen Gegner mit einem Knie zum Kopf zu Boden bringen, sodass dieser angezählt werden musste. Der erfahrene Koray schindete mit Zahnschutzausspucken Zeit und rettete sich somit in die erste Rundenpause. In der zweiten Runde wurde Specht dann mit einem harten Knie am Kopf getroffen und wurde durch Handtuchwurf von seinen Trainern aus dem Kampf genommen.

Im zweiten Kampf des Abends traf dann Ferhat Selvi vom Kampfsportcenter Grevenbroich auf Amara van Crüchten vom Muay Thai Damo Erkelenz. Beide lieferten sich eine unbeugsame Schlacht und wurden von den Fanlagern aus Grevenbroich und Erkelenz angeheizt. Den Sieg konnte Selvi nach Punkten verdient für sich entscheiden.

Sascha Plass vom Kampfsportcenter Grevenbroich musste kurzfristig eine Gewichtsklasse höher antreten und sich auf einen neuen Gegner einstellen. So traf Sascha auf David Coc vom Black Dragon Mönchengladbach. Coc hatte wohl erst kürzlich um einen Deutschen Meistertitel in einem anderen Verband gekämpft, was Plass jedoch kalt ließ. Er wollte unbedingt vor heimischen Publikum siegen und konnte viele seiner Stärken nutzen, wodurch er seinen Gegner immer wieder aus dem Konzept brachte und den Kampf nach Punkten für sich entschied.

Ayman Al Khandouki vom Kampfsportcenter Grevenbroich traf auf den erfahrenen Vladislav Tihonov von der Kampfkunstschule Damo Mönchengladbach, der den Deutschen Meistertitel im Combat Kempo trägt. Vladislav versuchte von Beginn an, Ayman zu beeindrucken, doch der 17-jährige Grevenbroicher konterte den erfahrenen Tihonov immer wieder geschickt mit schnellen Aktionen aus und brachte immer wieder harte Schläge und Kicks ins Ziel. Verdienter Sieger dieses Kampfes: Ayman Al Khandouki.

Dann war es an Zeit für die schweren Kaliber. Pascal Wolters vom Kampfsportcenter Grevenbroich gegen Niko Czernitzki vom Black Dragon Mönchengladbach. In der Klasse bis 91 Kilogramm trafen hier zwei junge Schwergewichte aufeinander. Beide wollten zeigen, dass schwer nicht gleich langsam ist und so ging es mit viel Tempo zur Sache. In der dritten Runde zog sich Pascal leider einen stark blutenden Cut auf dem Schienbein zu – der Ringarzt musste den Kampf abbrechen musste.

Anschliessend stand der erste Hauptkampf des Abends an. Atenea Flores, die Kindertrainerin des Kampfsportcenter Grevenbroich und Kämpferin für das Bujin Gym Rommerskirchen traf auf die Italienerin, Tamara Platter, vom CPI Boxing Donauwörth. Der Kampf ging über fünf Runden und wurde nach dem Muay Thai Regelwerk bestritten. Atenea zeigte fünf Runden lang, was das Muay Thai-Regelwerk hergibt. Sie traf Tamara mit harten Ellbogen und harten Knien zum Kopf, kickte immer wieder zum Körper und zermürbte sie im Clinch mit ständigen Würfen. Trotz mehrfaches Anzählen und blutiger Nase raffte sich Tamara mit ihrem überaus großen Kämpferherz immer wieder auf, was das Publikum mit großem Applaus honorierte. Am Ende siegte Atenea einstimmig nach Punkten.

Nach dem ersten Hauptkampf ging es zwischen Vitaly Akhundov vom Kampfsportcenter Grevenbroich und Andreas Hasenberg von den Rheinfighters Cologne zur Sache. In dem technisch sehr starken Kampf schenkten sich beide Kontrahenten nichts, wobei Vitaly über die Distanz von drei Runden die härteren und eindeutigeren Treffer landen und den Kampf für sich entscheiden konnte.

Zum Schluss ging es für die Schwergewichte Jakob Styben und David Trallero Oliver aus Valencia, Spanien um den Europatitel nach dem K1-Regelwerk. Beide Kämpfer kamen bestens vorbereitet in den Ring. World Games Teilnehmer Styben war noch vor drei Wochen auf der Amateurweltmeisterschaft in Mexiko und auch David konnte seinen letzten Kampf vor drei Wochen durch K.O. gewinnen. Der Spanier machte von der ersten Sekunde an klar, dass er nach Deutschland gekommen ist, um den Gürtel mit nach Hause zu nehmen. Styben fing in der ersten Runde verhalten an, um die Lücken des Spaniers ausfindig zu machen. Von Runde zu Runde baute er den Kampf auf und konnte dem Spanier immer wieder mit Körpertreffern die Luft nehmen. David konterte mit harten Lowkicks auf Stybens Beine. Doch durch die gute boxerische Vorarbeit und die harten Treffer zum Körper hatte Styben zum Ende des Kampfes eindeutig die bessere Luft. Die fünfte Runde konnte der Gladiator durch gutes Kombinieren von Schlägen und Kicks noch einmal zeigen, wie stark sein Wille ist, den Titel zu holen, was ihm schlussendlich auch gelang.