Der Rückgang der Insekten wird allgemein mit großer Sorge betrachtet. Schon seit geraumer Zeit setzen sich Rat und Verwaltung mit diesem Thema auseinander. Neben der “Entschotterung” von Straßenbeeten, die dann wieder insektenfreundllich umgestaltet werden, engagiert sich die Ge-meinde insbesondere beim Thema Blühstreifen. Eine besondere Bedeutung dabei haben Wirtschaftswege, die ihre ursprüngliche Funktion verloren haben und deshalb eingezogen werden. Hier ist an zahlreichen Stellen die Umwandlung in Blühstreifen in Planung bzw. umgesetzt. In den letzten beiden Jahren wurden drei Wege mit regionalem, mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises abgestimmten, Saatgutmischungen renaturiert. Durch die anhaltende Trockenheit in diesem Jahr ist aber davon auszugehen, dass das Saatgut vertrocknet ist und im Herbst eine Nachsaat erfolgen muss.

Weiterhin wurde der neue Wall am umgestalteten Nettesheimer Sportplatz mit ähnlichem Saatgut bearbeitet und mit der biologischen Station die Anlage einer Blühwiese an der Obstwiese Nettesheim umgesetzt. Umso ärgerlicher ist es nun, dass zwei von der Gemeinde angelegte Blühstreifen in den letzten Wochen abgemäht wurden. Anscheinend haben Landwirte die eingezogenen Wege gemäht und befahren. Diese Arbeit wurde weder von der Gemeinde beauftragt, noch mit dem Tiefbauamt abgestimmt. Die Gemeinde weist nachdrücklich darauf hin, dass die Blühstreifen zu erhalten sind und nur von der Gemeinde oder einem von ihr beauftragtem Unternehmen gepflegt werden dürfen. Bürgermeister Dr. Martin Mertens und Vertreter der Partei Bündnis 90/die Grünen konnten sich nun einen Blühstreifen eines Landwirtes genauer ansehen. Velder hat sich bereits vor einigen Jahren auf den Weg gemacht, um einen effektiven Insektenschutz zu betreiben. Der Sonnenblumen-Blühstreifen leuchtet nun in seiner ganzen Pracht.