Mit dem 12. Erlass zur Impfung der Bevölkerung hat das Land NRW weitere Impfangebote für die Priorisierungsgruppe 2 zugelassen, zu denen die Über-70-Jährigen zählen. So startet auch im Rhein-Kreis Neuss ab dem 8. April die Coronavirus-Schutzimpfung der 79-Jährigen. Dazu verschickt die Kreisverwaltung in dieser Woche die Einladungs- und Informationsschreiben von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und NRW-Gesundheitsminister an Bürger des Jahrgangs 1941, die zu Hause leben.

Der Landrat appelliert in seinem persönlichen Schreiben an die Senioren, sich impfen zu lassen, um sich und andere zu schützen. Wer impfberechtigt ist und bis Ostern kein Schreiben erhalten sollte, kann sich an die Corona-Hotline des Kreisgesundheitsamtes unter der Rufnummer 02181/601-7777 wenden.

Ab dem 6. April können die 79-Jährigen Termine für die Zeit ab dem 8. April bei den Kassenärztlichen Vereinigungen buchen, und zwar über die Internetseite www.116117.de oder per Telefon unter 0800/11 61 17 01. Das geht auch ohne das Anschreiben. Mit anmelden können sie einen Ehepartner, unabhängig vom Alter des Ehepartners. Ab dem 8. April beginnt dann für die 79-Jährigen und ihre Ehepartner im Impfzentrum des Kreises in der Hammfeld-Halle am Berufskolleg für Technik und Informatik in Neuss die Impfung.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke weist darauf hin, dass hier auch die Impfungen der Menschen mit Vorerkrankungen nach Paragraph 3 der Impfverordnung in begrenztem Umfang möglich sind. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 6. April, da zu diesem Zeitpunkt die Versorgung der Personen mit Vorerkrankungen in der niedergelassenen Ärzteschaft beginnt. „Leider können wir aufgrund der begrenzten Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffes nicht jedem Berechtigten sofort einen Impftermin anbieten“, erläutert Petrauschke. „Wir prüfen alle Anträge von Menschen mit Vorerkrankungen und vergeben Termine für diese Personen, sobald wir die Zusagen für die Impfstoff-Lieferungen haben.“

Weiterhin läuft die Impfung mit den mobilen Teams. Die Teams sind zurzeit im Kreisgebiet unterwegs, um Bewohner und Mitarbeiter in teilstationären und Tagespflegeeinrichtungen zu impfen. Auch die Mitglieder besonderer Wohngemeinschaften wie Demenz- und Beatmungs-WGs sowie neue Bewohner und Mitarbeiter in Seniorenheimen erhalten auf diesem Weg eine Corona-Schutzimpfung.

Für Landrat Hans-Jürgen Petrauschke sind die bereits erfolgten Impfungen im Impfzentrum des Kreises neben den mobilen Impfungen „ein weiterer Meilenstein in der nachhaltigen Bekämpfung der Corona-Pandemie“. Petrauschke betont: „Nur durch Impfungen kann es uns gelingen, die Corona-Pandemie einzudämmen und später auch endgültig zu überwinden.“