Der Rhein-Kreis Neuss lässt seine Spitzensportler auch in der Corona-Krise nicht im Stich. Dies versicherte Kreisdirektor und Sportdezernent Dirk Brügge jetzt in einem Gespräch mit Olaf Kawald, dem Leiter des Bundesstützpunkts Säbelfechten in Dormagen. „Wir unterstützen unsere Stützpunkte auf vielfältige Art und Weise“, so Brügge.

Es gehe dabei in erster Linie um Optimierungsprojekte, aber besondere Situationen erforderten besondere Maßnahmen. So hat sich der Kreis bereiterklärt, einen Zuschuss von bis zu 8000 Euro zur Deckung der durch Corona bedingten Mehrausgaben zu gewähren. „Es wäre eine schlimme Situation für die Sportler, aber auch für uns, wenn eine Infektion das vorzeitige Ende aller Olympia-Träume bedeutete“, begründete der Kreisdirektor das Engagement.

Die Pandemie hält schließlich auch den Sport fest im Griff. Neben dem verlängerten allgemeinen Lockdown für den Breitensport ist auch der Spitzensport stark betroffen. Es gibt zwar einige Privilegien für den Leistungssport –  so können Kader-Athleten unter Einhaltung strenger Hygieneauflagen weiterhin an den Stützpunkten trainieren –, aber die Auflagen werfen neue Probleme auf. Das strenge Hygienekonzept erfordert regelmäßige Corona-Tests, die in der Summe zu einer hohen finanziellen Belastung führen. Am Dormagener Bundesstützpunkt trainieren zahlreiche Kader-Athleten, von denen sich einige schon für die Krone im Leistungssport, die Teilnahme an den olympischen Spielen, qualifiziert haben.

„Unsere Sportler unterliegen in dieser Situation besonderen Belastungen“, so Kawald, „die körperliche Belastung durch das harte Training sind sie gewohnt, aber die zusätzlichen Sorgen vor einer Infektion und gleichzeitig der hohe finanzielle Aufwand für Corona-Tests erschweren die Vorbereitungen.“ Durch die Unterstützung des Rhein-Kreises Neuss könnten sich die Sportler nun aber etwas unbelasteter auf ihre Wettkämpfe vorbereiten.