Der Rhein-Kreis Neuss bleibt bei ausländischen Unternehmen ein bevorzugter Investitionsstandort. Dies haben jetzt die Wirtschaftsförderung des Rhein-Kreises Neuss und die Wirtschaftsförderung des Landes, NRW.Invest, beim Abgleich der Ergebnisse für das Jahr 2019 festgestellt. Ein Drittel – 15 von 45 Projekten – der sogenannten Foreign Direct Investments (FDIs) am gesamten Niederrhein zog es im Vorjahr in den Kreis.

„Unser Standort überzeugt ausländische Unternehmen mit seinen ausgezeichneten Voraussetzungen. Eine entscheidende Rolle spielen dabei die optimale Verkehrsanbindung und Infrastruktur sowie die qualifizierten Arbeitskräfte, aber auch die Lebensqualität”, so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Auch Investorenwerbung und Investorenansprache der Kreiswirtschaftsförderung hätten sich ausgezahlt. „Nicht überrascht“ zeigte sich Petrauschke von der Tatsache, dass die Investitionen bevorzugt aus Japan und Großbritannien kamen, da bereits eine starke japanische Wirtschaftsgemeinschaft am Rhein besteht und sich erste Auswirkungen des Brexits offenbaren.

Die Projekte der ausländischen Unternehmen betrafen konkret elf Ansiedlungen und vier Erweiterungen. Acht Investitionen gab es in Neuss, jeweils zwei in Kaarst und Meerbusch sowie jeweils eine in Dormagen, Grevenbroich und Rommerskirchen. Erstmals seit vielen Jahren wurde China als Land der meisten Direktinvestitionen in den Rhein-Kreis Neuss abgelöst. Den neuen Spitzenplatz eroberten Japan und Großbritannien gemeinsam mit jeweils drei Vorhaben. Dahinter teilen sich China und die Niederlande mit jeweils zwei Investitionen den dritten Platz. Jeweils eine Investition stammte aus Frankreich, Irland, Kanada, Schweiz und Weißrussland. Schwerpunkte waren Einzelhandelsprojekte sowie der Chemie- und Pharmabereich mit jeweils vier Vorhaben. Die weitere Bandbreite reichte von Komponentenherstellern für die Automobilwirtschaft und die Industrieanlagenproduktion bis hin zu Investitionen in den Sektoren Software und IT sowie Textil- und Energiewirtschaft.