Mit der Verwendung von Recyclingpapier leistet die Kreisverwaltung einen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz. Das hat sie jetzt schwarz auf weiß bestätigt bekommen im „Papieratlas“, den die Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) herausgibt. In den letzten zwei Jahren hatte der Rhein-Kreis Neuss konsequent auf die Verwendung von Recyclingpapier mit dem „Blauen Engel“ umgestellt. Das Umweltzeichen steht für besonders umweltfreundliches Papier.

Kreisdezernent Harald Vieten, in dessen Bereich unter anderem die so genannten zentralen Beschaffungen fallen, hat zusammen mit Mitarbeiterin Sarah Peitz die Umstellung auf Recyclingpapier umgesetzt. „In der Verwaltung haben wir jetzt einen Recyclingpapier-Anteil von 100 Prozent erreicht und sind damit ein Best-Practice-Beispiel für nachhaltige Papierbeschaffung“, freut sich Vieten. Die IPR gibt jährlich den „Papieratlas“ heraus, der den Papierverbrauch und die Recyclingquoten deutscher Kommunen abbildet. Laut Initiative hat die Kreisverwaltung 2020 durch die Verwendung von Recyclingpapier im Vergleich zu Frischfaserpapier nicht nur Kohlendioxid-Immissionen, sondern auch 1,28 Millionen Liter Wasser und 263 000 Kilowattstunden Energie eingespart.

Auf Initiative von Vieten beteiligt sich die Kreisverwaltung am „Papieratlas“-Landkreiswettbewerb der IPR. Partner sind das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt und der Deutsche Landkreistag. Bundesweit haben 67 Landkreise an der Initiative teilgenommen. Die durchschnittliche Recyclingquote liegt bei 84 Prozent. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung als recyclingpapierfreundlicher Landkreis und wollen durch eine nachhaltige Beschaffung weiterhin einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz leisten“, betont Vieten. „Langfristiges Ziel ist, dass wir im Jahr 2030 als weitgehend papierlose Verwaltung arbeiten. Wenn Papier nötig ist, dann Recyclingpapier mit dem ‚Blauen Engel´.“