Das Rheinische Revier hat sich das Ziel gesetzt, Modellregion für nachhaltige Mobilität zu werden. Der Radverkehr spielt in diesem Zusammenhang, insbesondere auch für Alltagsverkehre und über mittlere Entfernungen, eine wichtige Rolle. Im Rahmen eines vom Land Nordrhein-Westfalen und dem Bund geförderten Projekts wird daher, in einem ersten Schritt, ein Konzept für den regionalen Radverkehr erarbeitet. Zur Schaffung einer Mobilitätsregion der Zukunft im Rheinischen Revier, ist die konsequente Förderung des Radverkehrs als klimaneutrale und gesunde Form der Mobilität ein wichtiger Baustein. „Eine leistungsstarke, attraktive Radwegeinfrastruktur, die eng mit den anderen Verkehrsträgern verknüpft ist, wird mehr Menschen dazu bewegen, auch im Alltag auf das Auto zu verzichten.“, so Verbandsvorsteher Dr. Gregor Bonin.

Der Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler koordiniert das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen (SVK) aus Aachen. Beeindruckend ist die Liste der an der Konzepterstellung Beteiligten: sie umfasst alle Gebietskörperschaften des Rheinischen Reviers, also die Kreise Düren, Euskirchen, Heinsberg, Rhein-Erft, Rhein-Kreis Neuss, die kreisfreie Stadt Mönchengladbach und die Städteregion Aachen. Darüber hinaus gehören die Zukunftsagentur Rheinisches Revier und das NRW-Verkehrsministerium dem Lenkungskreis an. Weiterhin sind die Radregion Rheinland, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), Landesverband Nordrhein-Westfalen, das Zukunftsnetz Mobilität NRW, der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, der Nahverkehr Rheinland und Straßen.NRW beteiligt, um bei der Netzplanung auch die Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln sicherzustellen.

Der Prozess der Konzepterstellung

In bisher drei aufeinander aufbauenden Workshops wurde ein Netz von Radvorrangrouten (kurz: RVR) und Radschnellverbindungen (kurz: RSV) für das gesamte Rheinische Revier entwickelt. In einem systematischen Prozess wurden dafür zunächst idealtypische Verbindungen zwischen den Unter-, Mittel- und Oberzentren des Rheinischen Reviers abgestimmt und festgelegt. Anschließend wurden die täglichen Pendlerströme analysiert, Potenziale ermittelt und abhängig davon, Radvorrangrouten (<2.000 Pendler) und Radschnellverbindungen (>2.000 Pendler) geplant. Auf Grundlage des Konzepts sollen in den nächsten 20 Jahren schrittweise neue Radverbindungen im Rheinischen Revier geschaffen und bestehende Lücken geschlossen werden. Dabei werden möglichst innovative Ansätze angestrebt.

Der Projektfortschritt und weitere Informationen zum Radverkehrskonzept sind ab sofort unter dem neuen Internetauftritt https://www.radverkehrsrevier.de/ abrufbar.