Für die beiden ersten Adventswochenenden war rund um das Haus St. Martinus viel geplant. Nach rund einem Jahr Pause sollte es dort den sechsten stimmungsvollen Nikolausmarkt geben, mit Besuchern aus dem ganzen Ort, Geselligkeit und vielseitigem Programm. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage mussten die Pläne verworfen werden. Gute Nachrichten gibt es dennoch: Der erste Abschnitt des großen Projekts des neugegründeten Fördervereins ist fertiggestellt, und auf weihnachtliches Flair müssen zumindest die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung nicht ganz verzichten.

Denn von den ursprünglich geplanten 22 Holzbuden stehen noch fünf, die alles zu bieten haben, was auf einem Weihnachtsmarkt nicht fehlen darf. Von hier haben die Besucher einen idealen Blick auf die erste Investition des Fördervereins: einen Weg, der nun einen Rundgang um die gesamte Einrichtung ermöglicht. Anne Wansart-Engel, erste Vorsitzende des im März gegründeten Vereins, erklärt, warum es den Mitgliedern so wichtig war, das Vorhaben als erstes umzusetzen: „Die Umgebung hier direkt an der Erft und im Grünen ist wunderschön, da bietet sich ein Spaziergang an. Bisher war jedoch an einer Stelle Schluss, weil nur noch Wiese folgte. Diese Lücke konnten wir nun schließen lassen – mit einer Investition von 2.300 Euro.“ Und der Zeitpunkt zum eigentlich geplanten Nikolausmarkt wäre ideal gewesen, sagt Einrichtungsleiterin und Schriftführerin des Fördervereins Nadja Pienkowski: „Damit auch Seniorinnen und Senioren im Rollstuhl oder mit Rollator das gesamte ursprünglich vorgesehene Spektakel erleben konnten.“ Jetzt gibt es eben eine abgespeckte Version: Die Bewohnerinnen und Bewohner, die alle mit der dritten Impfung gegen Corona geboostert sind, dürfen gemeinsam mit ihren Angehörigen ein wenig Weihnachtsmarkt-Stimmung erleben – mit würzigen Heißgetränken und traditionellen Köstlichkeiten. „All das natürlich Corona-konform unter strenger Einhaltung aller aktuellen Auflagen“, verspricht Pienkowski, die froh ist, diese Alternative anbieten zu können. Auch wenn sie gerne Gäste aus ganz Wevelinghoven und Umgebung dagehabt hätte – nicht zuletzt um das Engagement des neuen Fördervereins in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen.

Denn weitere Mitglieder und Spenden sind herzlich willkommen und notwendig. „Die Liste unserer Pläne ist lang“, weiß Wansart-Engel, die als Servicekraft im Haus St. Martinus arbeitet. So ist eine gesamte Umgestaltung des Außenbereichs geplant, mit Sitzbänken am neuen Rundweg, einer Terrasse und einem kleinen Naschgarten. „Alle Sinne sollen angesprochen werden“, erklärt Nadja Pienkowski. Ambitionierte Pläne, die zum erfolgreichen Start des Fördervereins passen. Erst vor rund einem Jahr, im Oktober 2020, fand die Gründungsversammlung statt – mitten in der Pandemie. Knapp ein halbes Jahr später, im März 2021, folgte die Aufnahme im Vereinsregister. 29 Mitglieder gehören aktuell zum Förderverein und zahlen jährlich einen Betrag von mindestens 35 Euro in die Kasse. Mit dem Geld konnten neben dem Bau des Weges kleine Highlights finanziert werden. So wurde der Weihnachtsbaum im vergangenem Jahr vom zweiten Vorsitzenden des Fördervereins Rüdiger Lohmann gesponsert. Daneben wurden ein Konzert und der Auftritt eines Alleinunterhalters möglich gemacht. „So etwas sorgt für Abwechslung und kommt bei unseren Bewohnerinnen und Bewohnern gut an. Eben genau das ist unser Ziel“, so Pienkowski. Unterstützer sind deshalb willkommen, ob Spender oder Mitglieder. „Jeder bringt sich so ein, wie er kann und möchte, sagt Wansart-Engel.

Wer Interesse hat wendet sich an Anne Wansart-Engel unter der Mobilnummer 0178/ 479 63 65.