Im Rhein-Kreis Neuss setzen die Verantwortlichen bei der Bekämpfung des Corona-Virus weiter auf Testungen. So wurden in den beiden zentralen Teststellen in Neuss und Grevenbroich und durch das der Neusser Teststelle angeschlossene mobile Testteam bis jetzt insgesamt 10 000 Proben genommen. Hinzu kommen die Testungen der Kliniken und Arztpraxen.

„Wir sind den niedergelassenen Ärzten dankbar, dass sie neben ihrem Praxisbetrieb die zusätzlichen Abstriche in den Testzentren im Interesse des Gemeinwohls durchführen“, sagte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke jetzt bei einem Besuch der Teststelle im Neusser Norden, wo die meisten Proben im Kreisgebiet genommen werden. Ziel bleibe es, Infektionsketten zu unterbrechen. Die zuletzt wieder ansteigenden Fallzahlen zeigten, wie wichtig dies neben der Einhaltung der bekannten Hygiene- und Abstandsregelungen im Kampf gegen die Pandemie sei. So sind auch die Testzahlen wieder gestiegen. Alleine in der letzten Woche wurden in den beiden Teststellen sowie durch das mobile Testteam insgesamt 702 Testungen vorgenommen. Zur Eindämmung der Pandemie im Rhein-Kreis Neuss hätten auch die bisher 16 000 Fallermittlungen durch das Kreisgesundheitsamt beigetragen.

„Die neuen Räumlichkeiten für die Teststelle in Neuss werden noch einmal eine größere Flexibilität und höhere Testkapazitäten ermöglichen. Dies ist ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Räumlichkeiten“, blickt Petrauschke auf den im September anstehenden Umzug. In den von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein und den niedergelassenen Ärzten mit Unterstützung von Rhein-Kreis Neuss, Stadt Neuss und Stadt Grevenbroich betriebenen Teststellen verteilt sich die Untersuchungsbilanz Anfang August wie folgt: In Neuss wurden 6 669 Proben genommen, vom mobilen Testteam 1 649, in Grevenbroich 1 830. Im Schnitt haben fünf Prozent der zusammen 10 148 Abstriche zu einem positiven Testergebnis geführt – insgesamt 532.