Interessante Lösungsansätze für die digitale Behebung von Problemen und Risiken in der Lieferkette bot jetzt eine Online-Veranstaltung, die die Kreiswirtschaftsförderung ausgerichtet hat mit dem FoodHub NRW, einer Innovationsplattform für Akteure der Agrar- und Lebensmittelbranche.

Kreisdirektor Dirk Brügge begrüßte rund 20 Unternehmensvertreter und stellte das Projekt „Launchcenter für die Lebensmittelindustrie“ vor, das der Rhein-Kreis Neuss gemeinsam mit der Hochschule Niederrhein im Rahmen des Sofortprogramms Plus der Zukunftsagentur Rheinisches Revier eingereicht hat. „Die Lebensmittelwirtschaft gehört zu den Kernbranchen im Rhein-Kreis Neuss. Vor allem vor dem Hintergrund des Strukturwandels und der Corona-Pandemie ist dort die Absicherung von Lieferketten und deren Digitalisierung von großer Bedeutung, um Arbeitsplätze und Wertschöpfung weiter zu sichern“, so Brügge.

Einen Überblick über Herausforderungen wie Lieferengpässe, Maschinenausfall, Verkehr und Verspätungen gab Marco Motta vom IML Fraunhofer Institut. In seinem Vortrag zeigte Eduard Erhart von IBM Österreich auf, wie Unternehmen aus Datenchaos Datentransparenz machen und wie Technologien für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einfach nutzbar gemacht werden können. Falk Nieder von der European EPC Competence Center GmbH in Neuss gab einen Einblick in die klassischen Problemfelder in der Lebensmittel-Lieferkette und teilte Lösungsansätze aus seiner langjährigen Erfahrung mit. Bei Moritz Teriete von der Sustainable Food Systems GmbH ging es um das Thema „Nachhaltigkeit der Lieferkette“, und Matthias Frye von der Firma Orbica aus der Geodaten-Branche beendete die Reihe mit Informationen über die intelligente Nutzung geografischer Daten, um Lieferketten-Risiken frühzeitig zu erkennen.

Die Veranstaltung war Teil der Digitalisierungsstrategie für die Wirtschaft im Rhein-Kreis Neuss und wurde von Madita Beeckmann und dem Leiter der Wirtschaftsförderung, Robert Abts, gemeinsam mit dem FoodHub NRW organisiert.