Wie profitiert unsere Region von Europa? Was bewirkt der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) vor Ort? Dazu hat das NRW-Ministerium für Wirtschaft und Innovation, Digitalisierung und Energie einen Fotowettbewerb ins Leben gerufen. Alle Interessierten sind aufgerufen, ihre mit Kamera und Handy aufgenommenen Fotos zu dem Thema „Europa in meiner Region: EFRE aus meiner Perspektive“ bis zum 16. August einzusenden.

Ruth Harte, Leiterin des Europabüros des Rhein-Kreises Neuss, nennt als ein Beispiel für die Förderung aus dem EFRE-Top das Projekt „Lößhohlweg in Rommerskirchen-Butzheim“. Dort wird mit finanzieller Förderung durch die EU und das Land NRW der als Naturdenkmal geschützte Lößhohlweg im Rahmen des Programms „Grüne Infrastruktur“ in seinen historischen Zustand zurückversetzt. Der Weg östlich von Butzheim gilt mit seinen teils acht Meter tiefen Einschnitten als der wichtigste Hohlweg im Kreis. Er hat sich im Laufe der Jahrhunderte dadurch gebildet, dass eisenbeschlagene Räder aus Holz früher tiefe Spuren im Löß hinterließen. Ziel ist, an den sonnigen Steilwänden in Rommerskirchen-Butzheim wieder seltene Tier- und Pflanzenarten anzusiedeln. So soll das Projekt Lebensraum für die spezielle Fauna und Flora von Lößhohlwegen schaffen und außerdem der Wissensvermittlung in Biologie, Ökologie, Kultur- und Landschaftsgeschichte dienen. Die EU investiert in NRW 1,2 Milliarden Euro über den EFRE. Die Kosten für das Projekt Lößhohlweg mit einer Laufzeit von 2019 bis 2022 betragen 290 000 Euro und werden zur Hälfte von der EU sowie zu 30 Prozent vom Land NRW und zu 20 Prozent vom Rhein-Kreis Neuss getragen. Ruth Harte ist überzeugt: „Dieses wichtige Artenschutzprojekt bietet sicherlich vielfältige Motive für den Fotowettbewerb.“ Bürger können mit bis zu drei Fotos an dem Wettbewerb teilnehmen. Die Einsender der besten zehn Fotos erhalten jeweils ein Tablet. Weitere Informationen dazu gibt es unter dem Link www.efre.nrw (Suchbegriff „Fotowettbewerb“).