Die Corona-Pandemie macht erfinderisch. Die Grevenbroicher Kanuten machten aus der „Not“ eine Tugend und verlegten ihre traditionelle Nikolausfeier im Bootshaus kurzerhand auf die Erft. „Das erste Weihnachts-Paddeln wurde zu einem vollen Erfolg“, schwärmte ein zufriedener KCG-Vorsitzender Karlpeter Reinders. Er zählte 30 Mitglieder, die sich für die Outdoor-Veranstaltung unter 2G-Regeln angemeldet hatten. Mit Lichterketten, Tannengrün und Weihnachtskugeln geschmückten Kajaks, Kanadier und Wanderbooten ging es auf die Erft in Richtung Gustorfer Mühle. Nach gut drei Stunden waren die Aktiven am Bootshaus zurück, wo sie von einer Abordnung der Messdiener aus Rath-Anhoven mit Posaunen- und Trompeten-Klängen empfangen wurden. Angela Scherer, seit 1975 Mitglied im Kanu-Club Grevenbroich, hatte die Jugendlichen aus ihrem Heimatdorf für diese spontane KCG-Aktion gewinnen können. Und bei dem Empfangsständchen blieb es nicht: Während sich die Kanuten am Lagerfeuer aufwärmten, sorgten die Messdiener für weihnachtliche Klänge. Zu Glühwein und Kinderpunsch gab es Reibekuchen mit Apfelmus – gebacken von Karlpeter Reinders und KCG-Geschäftsführer Jens Reibiger. Eine Wiederholung soll es auf jeden Fall in 2022 geben: Auf der Erft und auf dem Hariksee – als Dankeschön für und an die Gäste aus Rath-Anhoven.