Anfang 2019 startete das Projekt „Straßensozialarbeit im Bahnhofsviertel und in angrenzenden Quartieren“. Durchgeführt wird es vom Verein Diakonie Rhein-Kreis Neuss e.V. Die Stadt Grevenbroich hatte sich in der Verantwortung gesehen, zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität ein Angebot „Straßensozialarbeit im Bahnhofsviertel und in angrenzenden Quartieren“ zu schaffen. Im Vertragszeitraum stellt die Diakonie zwei Sozialarbeiter an. Anfang 2021 hat es nun einen Wechsel gegeben Dunja Gomolka und Thomas Wittig die neuen Ansprechpersonen. Die beiden Fachkräfte sind für das Bahnhofsviertel, die Innenstadt, den Stadtpark sowie den Schlosspark zuständig. Sie suchen die Menschen, die nicht oder nur unzureichend die Angebote ambulanter sozialer Dienste und einrichtungsgebundener Sozialarbeit in Anspruch nehmen, an deren selbst gewählten Aufenthaltsorten auf und stehen ihnen als „Universalansprechpartner“ zur Verfügung. Sie leisten Einzelfallhilfen in Form von Beratung in sozialen und psychosozialen Angelegenheiten.

Die Kontakte und Beratungen basieren auf Freiwilligkeit. Grundlage einer erfolgreichen Straßensozialarbeit ist eine durch Vertrauen geprägte Beziehung zwischen Sozialarbeiter und Klient. Zu den Suchtkranken und Wohnungslosen wird deshalb niederschwellig Kontakt gehalten. Die Tätigkeit mit ihnen ist geprägt von Konsumreflektion, Therapievermittlung, Unterstützung bei Briefverkehr und in Behördenangelegenheiten sowie die Unterstützung bei Vermittlung in Wohnraum oder Sicherstellung von bestehendem Wohnraum. Die Netzwerkarbeit ist von großer Bedeutung für den Aufbau einer guten Beziehung zu den Klienten. Dunja Gomolka und Thomas Wittig freuen sich auf neue Kontakte.