30 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule an der Erft und der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule traten jetzt im Marsroboter-Sommercamp gegeneinander an. Bereits in den Sommerferien hatten sie in einwöchigen Workshops Marsroboter im Maßstab 1:10 gebaut. Beim Wettbewerb schickten die Teams nun ihre ferngesteuerten Fahrzeuge auf einen Parcours. Im direkten Vergleich hatte das Team der Gesamtschule an der Erft die Nase vorn und freute sich über den goldenen, im 3D-Druck gefertigten Pokal, den Kreisdirektor Dirk Brügge überreichte.

Brügge zeigte sich begeistert vom Engagement der Jugendlichen: „Die Schülerinnen und Schüler haben in den Sommerferien gemeinsam mit ihren Lehrkräften viel Zeit und Energie investiert. Die Ergebnisse sind beeindruckend, und ich bin sicher, dass ihr Interesse für technisch-naturwissenschaftliche Themen über das Sommercamp und den Wettbewerb hinaus bestehen bleibt.“ Auch die Teilnehmer selbst waren sich darüber einig, dass sie viel für die Praxis gelernt haben und dass der Workshop ihr Gemeinschaftsgefühl gestärkt hat.

Die Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 13 hatten alle Roboterteile an 3-D-Druckern selbst hergestellt, grundiert und lackiert. Sie löteten Platinen und programmierten die Roboter mit Hilfe von Raspberry Pi. Bei dem Wettbewerb galt es, zwei Parcoursstrecken so schnell wie möglich und fehlerfrei zu durchfahren. Beim ersten Parcours waren Fahrer und Roboter zusammen auf der Bühne und mussten Schrägen und eine Wippe bewältigen. Der zweite Parcours forderte höchste Konzentration und Teamwork, denn der Fahrer steuerte den Roboter vom PC aus und sah den Parcours nur aus der Kameraperspektive des Roboters. Ein Teamkollege durfte über die Kamera Handzeichen geben.

Unterstützt wurden die Jugendlichen von ihren engagierten Lehrkräften und von Elsbeth Faber, Schulleiterin der Gesamtschule an der Erft, und Stefan Albert, stellvertretender Schulleiter der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule. Für die technische Unterstützung sorgte Ulrich Thomas von der suThom GmbH, während das zdi-Netzwerk Rhein-Kreis Neuss die Workshops und den Wettbewerb förderte und begleitete.

Gemeinsam mit zahlreichen Partnern organisiert das zdi-Netzwerk Rhein-Kreis Neuss berufs- und studienorientierende Maßnahmen zu den Themen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Im Rahmen des EFRE-Förderprojektes Digi4Youth werden in gemeinsamen Projekten mit Unternehmen Schwerpunkte auf die Digitalisierung, Medien und auch das Handwerk gelegt. Das Netzwerk wird gefördert durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, die NRW-Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, das NRW-Wissenschaftsministerium und das Wirtschaftsministerium sowie durch den Rhein-Kreis Neuss. Partner sind unter anderem die Unternehmen Currenta GmbH & Co OHG, Westenergie, HABA Digitalwerkstatt und Zülow AG.