Wie kann die knappe Pflegepersonal-Situation auf lokaler Ebene entspannt werden? Zu diesem Thema veranstaltete das in diesem Jahr gegründete Bündnis für Pflegeausbildung im Rhein-Kreis Neuss jetzt einen zweiten Runden Tisch. Knapp 50 Vertreter von Pflegeheimen, Tagespflegen, ambulanten Pflegediensten, Einrichtungen der Eingliederungshilfe, Krankenhäusern sowie der beiden im Kreis ansässigen Ausbildungsinstitute trafen sich im Kreishaus Grevenbroich.

Kreisdirektor und Kreissozialdezernent Dirk Brügge, der zu dem Treffen eingeladen hatte, betonte: „Bundesweite Probleme können wir hier im Rhein-Kreis Neuss nicht alleine lösen. Dennoch gibt es durchaus einige Stellschrauben, an denen wir hier vor Ort gemeinsam arbeiten können.“ Das lokale Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt, die Pflegeberufe zu stärken und Pflegefachkräfte zu rekrutieren und zu binden. Darüber hinaus sollen in Zukunft weniger Auszubildende ihre Pflegeausbildung abbrechen. Beim zweiten Runden Tisch erfuhren die Bündnisteilnehmer, dass die aktuelle Pflegepersonal-Situation zum Beispiel mit Imagekampagnen verbessert werden kann. Benjamin Josephs, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rhein-Kreises Neuss, und Thomas Risse, Geschäftsführer der KCR Gesellschaft für Unternehmens- und Organisationsberatung, stellten verschiedene Varianten vor. Ulrike Groth vom Technologiezentrum Glehn erläuterte Konzepte, mit denen Berufsinteressenten und Auszubildende in der Pflege begleitet werden können, um Abbruchquoten zu verringern. Die Bündnisteilnehmer werden nun die vorgestellten Konzepte intern erläutern. Im Anschluss daran legen sie gemeinsame Maßnahmen fest und stimmen die weitere Zusammenarbeit ab.