Die Leistung der Polizeibeamten und Rettungskräfte im Rhein-Kreis Neuss verdient den Respekt der Bevölkerung. Diesen Tenor hat die „Blaulicht-Resolution“, die die Hauptverwaltungsbeamten im Rhein-Kreis Neuss jetzt erneuert haben. „Leider erleben gerade die Menschen, deren Aufgabe und ehrenamtliche oder berufliche Verpflichtung es ist, unser friedliches und geschütztes Zusammenleben zu gewährleisten, immer wieder, dass ihnen dabei Hass und blinde Aggression entgegenschlagen. Sie sind nicht nur verbalen und körperlichen Angriffen ausgesetzt“, heißt es in der Erklärung der Spitzen der Kommunen an Rhein und Erft. Neben Landrat Hans-Jürgen Petrauschke werben auch die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister Erik Lierenfeld (Dormagen), Klaus Krützen (Grevenbroich), Harald Zillikens (Jüchen), Ursula Baum (Kaarst), Marc Venten (Korschenbroich), Christian Bommers (Meerbusch), Reiner Breuer (Neuss) und Dr. Martin Mertens (Rommerskirchen) für einen größeren Respekt für Einsatzkräfte. Für Jüchen unterzeichnete Oswald Duda, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, die Resolution.

Auch Behinderungen durch Schaulustige und fotografierende oder filmende Gaffer, die kein Verständnis für die Arbeit von Polizei oder Feuerwehr zeigten, seien ein Problem. „Konflikte dieser Art belasten und verletzen die Einsatzkräfte psychisch und physisch. Sie führen auch dazu, dass Rettung, Hilfe und Ordnung oftmals nur verspätet und nur mit unverhältnismäßig großem Personalaufwand erreicht werden können. Die Folgen davon treffen uns alle“, so die Verwaltungsspitzen.

„Es kennzeichnet leider unsere gegenwärtige Gesellschaft, dass sich Gewalt und Respektlosigkeit ungebremst entwickeln und wir alle in zunehmenden Maße dem ausgesetzt sind. Wir müssen deshalb mit besonderem gesellschaftlichen Engagement zu erreichen suchen, dass Übergriffe nicht entstehen oder spätestens in der Entstehung abgewendet werden“, heißt es in der Resolution. Derartige Übergriffe und Behinderungen seien weder für die Einsatzkräfte noch für die auf Hilfe wartenden Bürgerinnen und Bürger hinnehmbar.

„Wir wollen auch weiterhin in einem Kreis leben, in dem die Bürgerinnen und Bürger im Vertrauen auf professionelle Hilfe vor allen Gefahren bestmöglich geschützt werden“, stellen die Hauptverwaltungsbeamten klar. Sie fordern daher die öffentliche Ächtung von Aggression und Gewalt in jeglicher Form gegen die Einsatzkräfte sowie die Anzeige und Verfolgung jedes Angriffs auf sie.

Wichtig seien auch der Rechtsschutz für die Geltendmachung der während eines Einsatzes entstandenen Ansprüche sowie die Unterstützung von Frauen und Männern der Polizei, der Rettungsdienste und des Brandschutzes durch Schulung in der Sozial- und Konfliktkompetenz und dem Training zur Abwehr von Attacken. Eine aktive oder defensive Ausrüstung zum persönlichen Schutz im Rettungsdienst und Brandschutz lehnen der Landrat und die Bürgermeister ab.