Jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement – vor allem im sozialen und kirchlichen Bereich – hat seine Würdigung erfahren. Cornel Hüsch bekam jetzt im Kreishaus Neuss von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht. „Das Bundesverdienstkreuz lenkt unsere Aufmerksamkeit auf Leistungen, denen der Bundespräsident besondere Bedeutung für unser Gemeinwesen zumisst. Und es ist auch ein Symbol für den Respekt und die Sympathie, die Ihnen in unserer Heimatregion und darüber hinaus entgegengebracht werden“, sagte der Landrat in seiner Laudatio.

Cornel Hüsch wurde 1962 in Neuss geboren, wo er auch heute lebt und arbeitet. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Von Beruf ist er Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei. Schon im beruflichen Umfeld zeigt sich sein Sinn für die Gemeinschaft und soziale Belange. Als Mitglied des Düsseldorfer Anwaltvereins, einem Berufsverband mit fast 2.000 Mitgliedern im Bezirk des Landgerichts Düsseldorf, setzt sich Hüsch mit großem Engagement für einen Dialog zwischen Justiz, Justizverwaltung und rechtssuchenden Bürgern ein – seit 2013 als Beisitzer im Vorstand. Sein Ziel ist es, eine möglichst effektive Rechtsgewährung für jedermann zu ermöglichen.

Zudem setze sich Cornel Hüsch auf vielfältige Weise für die gute Entwicklung seiner Heimat und ihrer Angebote für die Menschen ein, so Landrat Petrauschke über den ehemaligen CDU-Chef in der Stadt Neuss (1999-2005), der bis zur letzten Kommunalwahl im September 2020 auch Sachkundiger Bürger der Stadt Neuss war.

Durch sein Engagement in verschiedenen Sparkassen-Gremien habe Hüsch dazu beigetragen, dass zahlreiche Institutionen, Vereine und Projekte in der Stadt Neuss über die Sparkasse gefördert werden konnten. Auch im Deutschen Roten Kreuz Neuss bringt sich Cornel Hüsch für die Gemeinschaft ein. Seit 1997 ist er Mitglied, war bis 2015 Beisitzer im Vorstand und ist seither Mitglied des Präsidiums. „Mit viel persönlichem Einsatz hat Cornel Hüsch maßgeblich dazu beigetragen, dass das DRK Neuss auch turbulente Zeiten gut überstanden hat und im Rhein-Kreis Neuss ein anerkannter und geschätzter Sozialverband ist“, betonte Petrauchke in seiner Rede.

Seit 2004 ist Cornel Hüsch zudem im Aufsichtsrat der St. Augustinus-Kliniken gGmbH. Die St. Augustinus Gruppe zählt zu den größten und am besten ausgestatteten katholischen Anbietern von Gesundheits- und Sozialleistungen am Niederrhein. Dazu gehören Krankenhäuser, Kliniken, Psychiatrien, Wohn- und Beschäftigungsangebote für Menschen mit Behinderung sowie Wohn- und Pflegehäuser für Senioren. Petrauschke: „Im Rhein-Kreis Neuss ist die Augustinus Gruppe mit ihren Angeboten eine starke Säule der gesundheitlichen und sozialen Versorgung.“

Auch die psychiatrische Fachklinik der Neusser Augustinnerinnen unter dem Dach der Stiftung Cor unum, in deren Kuratorium Cornel Hüsch 2010 als vertretungsberechtigtes Mitglied berufen wurde, gehört dazu. Besonderes Augenmerk legt Cornel Hüsch hier darauf, in der Stadt Neuss dauerhaft eine moderne und für den gesamten Rhein-Kreis wohnortnahe Psychiatrie zu sichern. Neben der Erfüllung höchster fachlicher Anforderungen gehört dazu, dass das Alexius/Josef Krankenhaus durch seine fortschrittliche und offene Gestaltung auch eine positive Wirkung auf das Stadtbild und seine Menschen hat.

Besonders hervor hob der Landrat auch Cornel Hüschs Engagement für das weit über Neuss hinaus renommierte Augustinus-Forum der Stiftung Cor unum. Mehrmals jährlich werden im Rahmen dieser Plattform mit bis zu 900 Gästen gesellschaftliche, politische und kirchliche Fragen erörtert.

„Ganz besondere Verdienste hat Cornel Hüsch durch sein langjähriges ehrenamtliches Engagement in Pfarreien und kirchlichen Verbänden erworben“, so Petrauschke weiter. Bereits als 19-Jähriger ist er in den Pfarrgemeinderat von St. Quirin gewählt worden. Mehr als 30 Jahre brachte er sich in den Katholikenräten in Neuss, später im Rhein-Kreis Neuss ein.

Er war zudem seit 2014 stellvertretender Vorsitzender des Diözesanrates und saß viele Jahre im Kirchensteuerrat der Erzdiözese Köln. Er strukturierte die Arbeit des Diözesanrates schlanker und setzte sich für mehr Öffentlichkeit ein. Außerdem brachte Cornel Hüsch sich intensiv bei der Ad-hoc-Kommission „Sterbehilfe ist Lebenshilfe” ein und initiierte mit großem Erfolg im Erzbistum Köln eine Kampagne zu diesem Thema. Heute wirkt er noch im Kuratorium der Stiftung Cor unum der Neusser Augustinerinnen mit und setzt sich in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) für die Ökumene ein.

Schon seit 2007 gehört Cornel Hüsch dem Förderverein der Freunde des Klosters Langwaden an und unterstützt als stellvertretender Vorsitzender die kirchlichen, sozialen und kulturellen Aufgaben des Klosters. Außerdem hat Cornel Hüsch die verantwortungsvolle Aufgabe des Missbrauchsbeauftragten für das Kloster übernommen.

Für die Theater-Kultur am Standort Neuss und in der Region macht sich Cornel Hüsch seit 2017 als Vorsitzender des Trägervereins des Rheinischen Landestheaters in Neuss stark. Im Deutschen Jugendherbergswerk kümmert er sich als stellvertretender Landesvorsitzender Nordrhein-Westfalens um die Förderung von Jugendbildung und Jugendbegegnung.

Für sein großes kirchliches Engagement hat Cornel Hüsch 2019 bereits eine hohe Auszeichnung der katholischen Kirche erhalten: Papst Franziskus ernannte ihn zum „Ritter des Silvesterordens“.