Der Rhein-Kreis Neuss weist darauf hin, dass Corona-Helfer im Kreis noch bis zum 30. August finanzielle Unterstützung für ehrenamtliche Aktivitäten beantragen können. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte über eine Million Euro für Hilfsangebote der Freiwilligenagenturen, Nachbarschaftsinitiativen und Vereine zur Verfügung gestellt. Weil die Mittel in Höhe von 25 000 Euro im Rhein-Kreis nicht vollständig abgerufen wurden, wird die Aktion verlängert. Darüber hinaus wurde die Limitierung von 200 Euro pro Organisation aufgehoben.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke stellt fest, dass die Corona-Pandemie im Rhein-Kreis Neuss enorme Hilfsbereitschaft sowie Solidarität und Miteinander auf privater Ebene ausgelöst hat. „Bei uns im Kreis haben viele ehrenamtlich tätige Menschen gerade in Zeiten großer Belastung außerordentlichen Einsatz gezeigt“, sagt Petrauschke und fügt hinzu: „Allen Helferinnen und Helfern gebührt unsere höchste Anerkennung. Ich bin froh, dass wir auf diesem Weg nun zumindest einen kleinen Teil der Aufwendungen zurückgeben können.“ Der Rhein-Kreis Neuss verteilt das Geld an die Freiwilligenagenturen und Vereine, die vor Ort hilfsbedürftige Menschen in der Corona-Krise unterstützen.

Gefördert werden unter anderem Einkaufsdienste und psychosoziale Angebote. Auch Auslagen zum Beispiel für das Nähen von Behelfsmasken und die Anschaffung von Schutzkleidung sowie die Einrichtung von Videokonferenzen können erstattet werden. Mit dem Geld sollen sowohl bereits bestehende als auch neue ehrenamtliche Aktivitäten vor Ort unterstützt werden, damit die Freiwilligen ihre Aktionen vor allem für Seniorinnen und Senioren, erkrankte und in Quarantäne befindliche Menschen weiterhin und mit angemessenen Schutzvorkehrungen umsetzen können.

Vertreter von Freiwilligenagenturen, Nachbarschaftsinitiativen und Vereinen stellen einen Onlineantrag unter diesem Link: http://rkn.nrw/uea.