Die Wohnraumförderung des Rhein-Kreis Neuss hat im vergangenen Jahr insgesamt 19,9 Millionen Euro Landesmittel zur Förderung von preisgünstigem Wohnraum bewilligt. Damit kann der Bau von insgesamt 148 Wohneinheiten gefördert werden. Neben der Förderung von Neubauwohnungen wurde mit weiteren 3,1 Millionen Euro die Modernisierung von 42 Wohnungen unterstützt.

„Mit der Förderung konnten wir auch 2020 einen Beitrag zur Schaffung von günstigem Wohnraum in unserem Kreis leisten“, sagt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Besonders erfreulich sei, dass das vom Land für den Wohnungsneubau zur Verfügung gestellte Förderkontingent von 20,6 Millionen Euro weitestgehend ausgeschöpft werden konnte.

„Wir haben im Rhein-Kreis Neuss einen hohen Bedarf an erschwinglichem Wohnraum. Um diesen zu decken, wollen wir eine Service- und Koordinierungsgesellschaft für preisgünstigen Wohnraum gründen“, so der Landrat weiter. Der Entwurf eines Gesellschaftsvertrags werde aktuell in der Politik besprochen. Mehrere Kommunen haben bereits ihre Bereitschaft erklärt, das Angebot einer solchen Gesellschaft zu nutzen.

Um den künftigen Bedarf an Wohnraum genau zu qualifizieren und zu quantifizieren, wird der Kreis in diesem Jahr gemeinsam mit den Kommunen die Wohnungsbedarfsanalyse fortschreiben. „Die 2017 veröffentlichte erste Auflage war für die Kommunen ein wichtiger Handlungsleitfaden, der nun aktualisiert wird“, betont Petrauschke.

Die 2020 bewilligten Wohnraum-Fördermittel verteilen sich auf Neuss (7,51 Millionen Euro für 55 Wohneinheiten), Meerbusch (4,50 Millionen Euro für 36 Wohneinheiten), Kaarst (4,33 Millionen Euro für 29 Wohneinheiten), Dormagen (1,99 Millionen Euro für 16 Wohneinheiten) und Korschenbroich (1,54 Millionen Euro für 11 Wohneinheiten). Nach Grevenbroich, Jüchen und Rommerskirchen sind 2020 keine Wohnraum-Fördermittel geflossen.

Die Fördermittel zur Wohnraum-Modernisierung von 3,1 Millionen Euro verteilen sich auf Neuss (25 Wohneinheiten) und Meerbusch (17 Wohneinheiten).

Die Wohnraumförderung des Rhein-Kreises Neuss berät interessierte Bauherren unter der Telefonnummer 0 21 81/601 6363 über Fördermöglichkeiten.