Der Finanzausschuss des Rhein-Kreises Neuss hat einstimmig die Fortschreibung des Doppelhaushaltes 2019/2020 zur Kenntnis genommen und aufgrund des voraussichtlich positiven Vorjahresergebnisses empfohlen, die Kreisumlage für das Jahr 2020 in Höhe von 1,26 Prozentpunkten nicht zu erheben.

„Das entspricht rund 9,4 Millionen Euro, mit denen die Städte und die Gemeinde nun anteilig planen können“, betont Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Im Zeichen der ebenso soliden wie kommunalfreundlichen Haushaltspolitik des Kreises, so Petrauschke, liege die Entlastung der Kommunen damit deutlich über dem von den Bürgermeistern Ende 2019 geforderten Wert.Schon mit der Verabschiedung des aktuellen Doppelhaushaltes im März 2019 war beschlossen worden, bei einer geringeren Erhebung der Landschaftsumlage den entsprechenden Betrag nicht von den Kommunen zu erheben. Aufgrund weiterer Verbesserungen, insbesondere im Sozialbereich, waren nun weitere Entlastungen möglich: „Der Rhein-Kreis Neuss hält Wort und gibt alle möglichen Verbesserungen an die Städte und die Gemeinde weiter“, so Petrauschke. Auch der Doppelhaushalt des Kreises habe sich wieder bewährt: „Hierdurch erhalten die Kommunen und andere Institutionen Planungssicherheit, in welcher Höhe sie mit Zuwendungen rechnen können. Zudem reduziert sich der Verwaltungsaufwand erheblich. Das hier eingesparte Personal können wir so für die Gestaltung unseres Kreises einsetzen.“ Ebenfalls einstimmig beschlossen die Fraktionen im Finanzausschuss jetzt ein Programm, das die finanzielle Unterstützung der drei eingerichteten Corona-Teststellen in Dormagen, Neuss und Grevenbroich vorsieht. Ziel ist es, die Finanzierung der Einrichtungen und der entstehenden Personal- und Sachkosten, die nicht durch Dritte gedeckt sind, sicherzustellen.
 
Die endgültige Bestätigung des Haushalts erfolgt am 25. März durch den Kreistag in öffentlicher Sitzung.