Jedes Kind kann von Geburt an Freude, Angst oder Trauer empfinden und zum Ausdruck bringen. Das ist jedem Menschen von Natur aus mitgegeben und niemand muss diese Gefühle erst lernen. Wie aber Eltern auf die Gefühlsäußerungen eines Kindes reagieren entscheidet darüber, ob ein Kind ein sicheres Bindungsmuster und ein stabiles Selbstwertgefühl aufbauen kann. Beides sind entscheidende Voraussetzungen für die Entwicklung emotionaler Fähigkeiten und ein gesundes Erwachsenenleben.

Matthias Franz, Professor psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wird in einem Vortrag darlegen, wie es Eltern gelingen kann, den Bindungs- und Entwicklungsprozess eines Kindes optimal zu unterstützen und seine Gefühle feinfühlig wahrzunehmen und bedürfnisgerecht zu beantworten. Matthias Franz ist am Dienstag, 10. März 2020 um 19.30 Uhr zu Gast in der Reihe KINDerLEBEN von familienforum edith Stein. Der Vortrag findet im Forum Marienberg, Batteriestraße 5 statt. Der Referent will Eltern anhand von alltäglichen Beispielen aufzeigen, wie sie die emotionalen Signale des Kindes richtig deuten. Dabei wird er der Frage nachgehen, wie emotionale Einflüsse der Kindheit die erfolgreiche Gestaltung stabiler sozialer und familiärer Beziehungen ebenso prägen wie die spätere schulische oder berufliche Laufbahn. Prof. Dr. med. Matthias Franz ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und für Neurologie und Psychiatrie. Er leitet das Klinische Institut für psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Düsseldorf. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte ist die Affekt- und Emotionsforschung. Darüber hinaus arbeitet u. a. an der Erforschung von Trennungsfolgen und der Entwicklung bindungsorientierter Präventionsprogramme für Alleinerziehende (wir2). Er hat zahlreiche Buchveröffentlichungen zum Thema Bindung und Beziehung vorgelegt.

„KINDerLEBEN“ ist eine Veranstaltungsreihe von familienforum edith stein in Kooperation mit dem Erzbischöflichen Berufskolleg und dem Erzbischöflichen Gymnasium Marienberg und mit Unterstützung durch den Rheinkreis Neuss.