Die christlichen Kirchen sind und bleiben eine wichtige gesellschaftliche Stütze im Rhein-Kreis Neuss. In dieser Auffassung war sich Jutta Köchner bei ihrem ersten Besuch im Grevenbroicher Ständehaus mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke einig.

Sie ist Vorsitzende des Kreiskatholikenrats, der über 162.000 Kirchenmitglieder in 13 Seelsorgebereichen mit 54 Pfarrgemeinden vertritt. Das Gremium deckt Neuss, Grevenbroich, Dormagen, Kaarst, Rommerskirchen, Glehn und Büderich ab, die zum Erzbistum Köln gehören. „Die Zusammenarbeit zwischen dem Kreis und der Kirche ist sehr gut“, sagte Petrauschke, früher selbst Kirchenvorstandsmitglied in Elfgen und heute Vorsitzender der Freunde und Förderer des Zisterzienser-Klosters in Langwaden. Der Landrat erinnerte an das Erzbischöfliche Kreuz im Wappen des Rhein-Kreises Neuss und die Unterstützung des katholischen Caritasverbands. Auch die Sanierung der romanischen Basiliken in Neuss und Knechtsteden hat der Kreis mit seinen Zuschüssen gefördert.
„Wir erleben spannende und bewegende Zeiten sowohl in der Weltkirche als auch in der Kirche hier vor Ort“, so Köchner, die auch in den Gremien der katholischen Kirche in Grevenbroich und Rommerskirchen ehrenamtlich aktiv ist. Nicht nur das rheinische Braunkohlerevier stehe vor einem Strukturwandel, sondern auch die Kirche im Rhein-Kreis Neuss und darüber hinaus. Der Katholikenrat werde sich in diesen Prozess engagiert einbringen, versprach die Vorsitzende.