Das Anpaddeln 2020 fällt aus. Aufgrund der Corona-Krise verzichtet der Kanu-Club Grevenbroich erstmals in seiner Vereinsgeschichte auf die Traditionsveranstaltung zum Saisonauftakt. „Die für den 28. März geplante Paddeltour von Bedburg bis zum Bootshaus entfällt ersatzlos“, teilt KCG-Vorsitzender Karl-Peter Reinders den Vereinsmitgliedern mit. „Es ist unsere Pflicht, auf das Coronavirus zu reagieren. Wir folgen damit aus bekanntem Anlass den allgemeinen Empfehlungen von Bund, Land, Kreis und Stadt. Alles andere wäre unverantwortlich.“ Reinders hatte sich zuvor mit Vorstandsmitgliedern und Trainern kurzgeschlossen. Für den Vereinschef gilt: „Die Gesundheit hat oberste Priorität.“ Zeitgleich hatte auch der Deutsche Kanu-Verband seinen Mitgliedsvereinen empfohlen, vorläufig bis Ostern den Wettkampfbetrieb einzustellen und alle geplanten Gemeinschaftsfahrten oder Unternehmungen bis einschließlich Ostermontag abzusagen. „An die DKV-Vorgabe halten wir uns“, so Reinders weiter.

Mit dem Verzicht aufs Anpaddeln stellt der KCG mit sofortiger Wirkung auch jedwedes Training auf dem Wasser und in der Halle ein. Zur Dauer kann Karl-Peter Reinders aktuell nichts sagen. Fakt ist, alle städtischen Gebäude sind ab sofort bis mindestens 19. April 2020 geschlossen, einschließlich der Turnhallen und Bäder. Außensportanlagen sind für den
Vereinssport ebenfalls geschlossen. Und weiter heißt es auf der städtischen Homepage: „Die Stadt Grevenbroich empfiehlt, auch alle privaten beziehungsweise vereinseigenen Sportanlagen zu schließen.“

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, hat die Stadt einen Maßnahmenkatalog auf ihrer Homepage (www.grevenbroich.de) zusammengestellt. Weitere Infos zur aktuellen Situation gibt es unter anderem auch beim Rhein-Kreis Neuss (www.rhein-kreis-neuss.de) unter dem Stichwort Corona oder unter Kreisgesundheitsamt.