Auch Schülerinnen und Schüler mit Behinderung können gut und rechtzeitig auf das Arbeitsleben vorbereitet werden. Das wurde jetzt bei einer Online-Veranstaltung deutlich, bei der die Kommunale Koordinierung Rhein-Kreis Neuss der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) Eltern und Lehrkräfte über das Programm STAR („Schule trifft Arbeitswelt“) informierte.

Für Jugendliche mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf ist der Einstieg in den Beruf eine besondere Herausforderung, insbesondere wenn sie eine betriebliche Ausbildung anstreben. Gemeinsam mit der Schulaufsicht des Rhein-Kreises Neuss, vertreten durch Christoph Schröder, und Schulamtskoordinatorin Katja Winzer erläuterte die Kommunale Koordinierung die Bestandteile des Programms und Unterschiede zum regulären KAoA-Prozess. Unterstützung erhielt sie  vom Landschaftsverband Rheinland und dem Integrationsfachdienst (Ifd), der für die Umsetzung vor Ort zuständig ist. „STAR ermöglicht als besonderer Baustein eine individuelle und reflektierte Berufswegeplanung mit dem Fokus auf betriebsnahe Elemente wie Berufsfelderkundungen und Praktika“, erklärte Schröder.

Neben Modulen wie der Potenzialanalyse, die auch innerhalb von KAoA durchlaufen werden, bietet STAR zusätzlich flankierende Hilfen je nach individuellem Bedarf. So helfen etwa Gebärdensprach-Dolmetscher bei der Verständigung oder ein vorgeschaltetes, gezieltes Mobilitätstraining unterstützt die Jugendlichen, den Praktikumsplatz mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Während des Berufsorientierungsprozesses mit Beginn des drittletzten Schulbesuchsjahres sorgt der Ifd dafür, dass der rote Faden nicht verloren geht. Letztlich entscheiden Eltern oder andere Erziehungsberechtigte gemeinsam mit den Lehrkräften in einem Beratungsgespräch mit dem Ifd, ob eine Teilnahme an den STAR-Elementen im Einzelfall sinnvoll ist oder die Standardelemente beim gemeinsamen Lernen im Klassenverbund durchlaufen werden. Weitere Informationen über STAR erteilt Melina Bauer von der Kommunalen KAoA-Koordinierung. Die Telefonnummer lautet 0 21 31/928 40 06, die E-Mail-Adresse kommunale.koordinierung@rhein-kreis-neuss.de. Näheres auch im Internet: www.rhein-kreis-neuss.de/kaoa.