Der Rhein-Kreis Neuss unterstützt die Pflegeeinrichtungen bei der Suche nach Personal, das Corona-Schnelltests vornehmen kann. Dazu wurde jetzt das das Internet-Portal ergänzt, über das sich Freiwillige mit medizinischer oder pflegerischer Vorbildung melden können. Die Adresse lautet www.rkn.nrw/ehrenamt. Die Daten von Personen, die sich über das Portal melden, werden an die einzelnen Einrichtungen weitergegeben. Diese nehmen dann Kontakt zu den Helfern auf. Der Rhein-Kreis Neuss bietet für die Helferinnen und Helfer dann eine erforderliche Schulung zur Anwendung der sogenannten PoC-Tests auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 durch.

„Für den Besuch in Pflegeeinrichtungen und den Schutz der Bewohner sind die Schnelltests sehr wichtig. Und mit dem neuen Meldeportal unterstützen wir die Betreiber dieser Einrichtungen auf der Suche nach Freiwilligen, die hier Abhilfe schaffen können“, so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. „Es gilt auch, das ohnehin schon stark belastete Pflegepersonal in den Heimen zu entlasten. Nur wenn uns das gelingt, schaffen wir es, den Bewohnerinnen und Bewohnern während der aktuellen Pandemie Besuche zu ermöglichen“, ergänzt Kreisdirektor Dirk Brügge.

Dazu sollen Ehrenamtler für die Schnelltests über das Meldeportal gewonnen werden. Die Eignungsprüfung obliegt letztlich der Einsatzstelle. Gefragt sind bei den Freiwilligen grundlegende medizinische oder pflegerische Kenntnisse. Ideal, aber nicht zwingend erforderlich wäre eine Ausbildung im Pflegeberuf, zum Notfallsanitäter, zum medizinischen Fachangestellten, zum Heilerziehungspfleger oder in einem medizinisch-technischen Assistenzberuf (insbesondere aus dem Bereich der Labordiagnostik). Auch Studentinnen und Studenten medizinischer oder pflegerischer Studiengänge sind willkommen.