Bürgermeister Klaus Krützen ruft die Grevenbroicherinnen und Grevenbroicher zur Teilnahme am heutigen Friedensgebet der Evangelischen Kirchengemeinde Grevenbroich um 18 Uhr auf dem Grevenbroicher Marktplatz auf. Anlass ist der Überfall des russischen Präsidenten auf die Ukraine. Die Verwaltung arbeitet zurzeit daran, dass auch vom Alten Rathaus eine visuelle Botschaft ausgehen wird.

Zum Überfall auf die Ukraine erklärte Bürgermeister Klaus Krützen bereits am gestrigen Tag via Facebook und Instagram: „Liebe Grevenbroicherinnen und Grevenbroicher, viele von euch wollen in diesen Minuten mit der Weiberfastnacht beginnen. Bitte achtet dabei auf die Einhaltung der Corona-Regeln, Grevenbroich ist keine Brauchtumszone. Aber wie ihr sicherlich mitbekommen habt, ist es heute ein schwarzer Tag für den Frieden in Europa und ich hätte nicht gedacht, dass ich mich heute mit diesen Zeilen jemals an euch wende. Russlands Präsident Putin hat einen barbarischen Überfall auf die Ukraine, in unserer Nachbarschaft, gestartet. Das ist ein eklatanter Bruch des Völkerrechts, der durch nichts zu rechtfertigen ist. Wir tragen keine Schuld an dieser Eskalation. Putin war nie an einer diplomatischen Lösung interessiert. Ziel des russischen Präsidenten ist es, die Zeit zurückzudrehen, Grenzen in Europa zu verschieben und eine neue Weltordnung zu schaffen. Aber ich bin mir sicher, dass unsere westlichen Demokratien stärker sind, als Tyrannei und Diktatur. Auf europäischer und internationaler Ebene werden zurzeit nie dagewesene Sanktionen gegen Russland vorbereitet, um es vor allem wirtschaftlich zu isolieren. Wir müssen diesen Weg gehen. Eine militärische Einmischung verbietet sich, denn das hätte eine Ausweitung des Krieges zur Folge. Liebe Grevenbroicherinnen und Grevenbroicher, Frieden ist nicht selbstverständlich. Wir alle müssen jeden Tag unseren Beitrag für den Erhalt von Frieden und Demokratie leisten. In den nächsten Stunden und Tagen geht es um nichts weniger als die Zukunft des Friedens in Europa, um die Zukunft des friedlichen Zusammenlebens. Lasst uns gemeinsam in Gedanken bei dem ukrainischen Volk sein, ihm gilt unsere Solidarität.“

Beachten Sie hierzu bitte die aktuellen Corona-Verordnungen.