Weil die heutige Kreistagssitzung wegen der aktuellen Corona-Situation nicht stattfindet, haben Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Kämmerer Ingolf Graul dem Kreistag elektronisch einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf vorgelegt – außerdem die Skripte zu ihren Einbringungsreden.

Das Zahlenwerk für 2021 umfasst ein Volumen von 571 Millionen Euro. Über 60 Prozent davon sind einschließlich Landschaftsumlage für Sozialleistungen vorgesehen. Einen Doppelhaushalt wie er erstmals für 2014/15 aufgestellt wurde, wird es für die nächsten beiden Jahre nicht geben. Das lassen die mit der Corona-Pandemie verbundenen Unsicherheiten nicht zu.

„Der Entwurf steht dafür, dass wir auch in der Pandemie-Situation mit der gebotenen Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit die Stärken unseres Rhein-Kreises Neuss weiter ausbauen und Zukunftschancen nutzen wollen“, unterstreicht Landrat Petrauschke, der den Haushaltsentwurf unter das Motto „Herausforderungen meistern – Perspektiven schaffen“ stellt. Er gebe neben vielen anderen Aspekten insbesondere für drei bedeutende Zukunftsfelder wichtige Impulse: Strukturwandel und Arbeitsplätze, Digitalisierung und Klimaschutz.

Zudem sei es gelungen, den Hebesatz der Kreisumlage erneut zu senken – um 1,12 Prozentpunkte auf 35,33. „Die Senkung der Kreisumlage ist in Corona-Zeiten ein großer Erfolg, mit dem wir die kreisangehörigen Kommunen unterstützen, indem wir auch hier für Stabilität sorgen“, so Petrauschke.

Die andauernde Pandemie-Bekämpfung fordert den Rhein-Kreis Neuss in vielerlei Hinsicht: Insgesamt belaufen sich die Corona-bedingten Zusatzbelastungen für den Kreishaushalt 2020 bis jetzt auf über 5 Millionen Euro. Für 2021 sind momentan 4,3 Millionen Euro als Corona-Mittel in der Planung isoliert.

Wie Landrat Petrauschke weiter herausstellt, gibt es noch viele weitere Aufgaben in Wirtschaft, Soziales, Gesundheit, Kultur, Jugend und Sport, die den Kreis fordern. „Es sind nicht Wachstum und Wohlstand allein, die Aufschluss darüber geben, wie gut es den Menschen geht. Neben Beschäftigung spielen auch Bildung, Wohnen, Familienfreundlichkeit, Freizeitmöglichkeiten sowie eine intakte Umwelt eine elementare Rolle. Und wir wollen die guten Lebens- und Arbeitsbedingungen im Rhein-Kreis Neuss nicht nur sichern, sondern weiter verbessern.“

Der Haushaltsentwurf geht nun in die Ausschüsse und Fraktionen. Nach den Etatberatungen im Finanzausschuss wird der Haushalt planmäßig am 24. März 2021 im Kreistag verabschiedet.

Die Reden von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Kreiskämmerer Ingolf Graul zur Haushaltseinbringung 2021 und ein Faktenblatt mit den Eckdaten des Haushaltsentwurfs sind im Internet nachzulesen unter www.rhein-kreis-neuss.de/haushaltsrede21.