Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rhein-Kreis Neuss informierte am vergangenen Samstag mit einem Infostand zum Thema „Flucht und Migration“ die Grevenbroicher Bürger*innen über die Dringlichkeit einer menschenrechtskonformen Asyl- und Migrationspolitik. Swenja Krüppel, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Kreistag, zieht eine durchweg positive Bilanz: „Wir haben uns über das – insbesondere bei Familien mit Kindern – große Interesse und die positive Resonanz zu unserer Informationsaktion zum Thema Flucht und Migration sehr gefreut; das unterstreicht die gesellschaftliche Relevanz des Themas.“ Hintergrund des Infostands ist der gemeinsame Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD zur Sitzung des Kreistags am kommenden Mittwoch. Es wurde beantragt, dass der Rhein-Kreis Neuss einen wichtigen Schritt hin zu einem „Sicheren Hafen“ für Geflüchtete und Schutzsuchende geht. „Es hat uns Spaß und Freude bereitet, mit den Bürger*innen persönlich in den Austausch zu kommen. Einen Austausch, der durch die Corona-Pandemie längere Zeit nicht möglich war. In vielen spannenden Gesprächen konnten wir einen Überblick über die Fluchtbewegungen nach Europa geben und begründen, weshalb der Rhein-Kreis Neuss der Initiative Seebrücke beitreten sollte“, so Elias Ackburally, Kreistagsabgeordneter der GRÜNEN und Sprecher für Kinder, Jugend und Familie.

Visuelle Symbolkraft erzeugten die 84 schwarzen Holzkreuze im Umfeld des Info-Stands – sie standen sinnbildlich für die bislang im Juni 2021 im Mittelmeer ertrunkenen Geflüchteten. Elias Ackburally betont: „Besonders erschreckend für uns ist das anhaltende Sterben auf dem Mittelmeer. Seit Anfang Juni haben mindestens 84 Menschen ihr Leben verloren – zuzüglich einer hohen Dunkelziffer. Darauf wollten wir mit unserer Aktion aufmerksam machen!“ Insbesondere vor dem Hintergrund, dass es derzeit keine Ortsgruppe der „Initiative Seebrücke – Schafft sichere Häfen“ im Rhein-Kreis Neuss gibt, freuen sich beide Kreistagsabgeordnete darüber, dass sich eine Aktionsgruppe zum Thema „Flucht und Migration“ zusammenfinden konnte – auch für zukünftiges Engagement. „Denn“, so das Resümee von Fee Schirin Hoppe, Aktivistin der neuen Aktionsgruppe, „noch immer herrschen zu viele Vorurteile und Ängste gegenüber geflüchteten Menschen. Damit möchten wir aufräumen!“