Bürgermeister Klaus Krützen greift die verschiedentlich geäußerte Kritik zum Einsatz von Fördermilliarden zur Bewältigung des Strukturwandels im Rheinischen Revier auf und erklärt: „Die Kritik der letzten Tage am möglichen Einsatz der Fördermittel macht deutlich: Das Rheinische Revier ist aus Düsseldorfer Perspektive offenbar ganz weit weg, nicht nur, weil man in Neuss umsteigen muss oder auf der A46 im Stau steht. Anders ist es nicht zu erklären, dass mit Billigung der NRW-Landesregierung nun auch Personalkosten von Bundesbehörden und eigentlich an anderer Stelle zu finanzierende Infrastrukturprojekte aus dem Fördermittel-Topf bezahlt werden sollen. Hier muss dringend nachgebessert und sichergestellt werden, dass die Fördermittel als zusätzliche Ressource dem Aufbau neuer Wertschöpfungsketten dienen. Wir brauchen zusätzliche Infrastrukturprojekte, Planungskapazitäten und Flächen, um den Wegfall von Arbeitsplatz gleichwertig ausgleichen zu können.

Wenn Kosten, die an anderer Stelle eh angefallen wären, nun aus den Fördermitteln für den Strukturwandel bezahlt werden sollen, ist kein zusätzlicher Impuls, sondern nur ein Verschiebebahnhof, der dem Revier nichts nützt.“