Die Neuenhausener Einwohner*innen sowie alle Menschen, welche das kleine, schmucke Naherholungsgebiet schätzen, sind erleichtert. Der Regionalrat beauftragte nun die Bezirksregierung Düsseldorf, das zweite Beteiligungsverfahren zur Änderung des Regionalplans im Gebiet der Stadt Grevenbroich und der Gemeinde Rommerskirchen durchzuführen. Zentraler Anlass ist die vorgesehene Neugestaltung der Flächen im und am bisherigen Braunkohle-Kraftwerk Frimmersdorf sowie am Alt-Kraftwerk Neurath. Die erneute Offenlage ist erforderlich, weil die von der Stadt Grevenbroich und deren Bürgermeister Klaus Krützen (SPD) beantragte Ausweisung eines Gewerbegebiets am Welchenberg nicht umgesetzt werden soll. „Wir haben uns intensiv mit Bürgerinnen und Bürgern und dem Dorfverein ,Neuenhausen heute und morgen‘ ausgetauscht und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Welchenberg aufgrund seiner kulturhistorischen Bedeutung als Eingang zum Willibrordusbrunnen und in seiner naturräumlichen Funktion als erste natürliche Erhebung vor der Eifel erhalten und zu einem hochwertigen regionalen Grünzug entwickelt werden soll“, so Hans Hugo Papen, der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Regionalrat Düsseldorf.

„Mir ist nicht verständlich, warum der Bürgermeister der Stadt Grevenbroich die Bedeutung der Fläche nicht selbst gesehen und mit den Neuenhausenern gesprochen hat bevor er die Änderung des Regionalplans beantragte“, sagt Papen. Der Strukturwandel sei „ein Gemeinschaftsprojekt“, der nur mit den Menschen und nicht gegen sie gelänge. Und so seien auch die Ortstermine seiner Partei mit den Neuenhausener Bürgerinnen und Bürgern ein wichtiger Beitrag auf der Suche nach Lösungsmöglichkeiten gewesen.

Im Mittelpunkt des Verfahrens steht die aufgrund des Ausstiegs aus der Braunkohleverstromung notwendige Neu-Organisation der Flächen des Kraftwerks Frimmersdorf sowie seines Umfelds. „Im Rahmen des Strukturwandels sollen die Flächen des Kraftwerks nach dessen endgültiger Stilllegung im Oktober als Innovations- und Technologiezentrum gewerblich-industriell nachgenutzt und zum Teil vergrößert werden. Das eröffnet die Chance auf neue und tarifgebundene Jobs, und das unterstützen wir mit Nachdruck“, so der aus der Schlossstadt stammende CDU-Regionalratspolitiker Thomas Welter. Außerdem wird mit der Regionalplan-Änderung das Entwicklungspotenzial in der Nachbargemeinde Rommerskirchen neu strukturiert. Zum einen soll ein bestehendes Gebiet seiner tatsächlichen Entwicklung entsprechend angepasst und als Allgemeiner Siedlungsbereich für Gewerbe dargestellt werden, und zum anderen soll eine bedarfsgerechte Erweiterung erfolgen.