Die Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs gewinnt eine immer größere Bedeutung. Eine Schlüsselrolle kommt hier den Bahnhöfen zu, die Mobilitäs-Drehscheiben sind. Um mehr Menschen für die Nutzung des ÖPNV zu begeistern, haben die die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, Ina Scharrenbach, und der Vorstandsvorsitzender der für die Bahnhöfe zuständigen DB Station&Service AG, Bernd Koch, heute im Hauptbahnhof Witten einen Letter of Intent (LOI) unterzeichnet. Gemeinsam ermutigen sie die Kommunen darin dazu, Räume und Flächen in und an Bahnhöfen zu verschönern oder neu zu nutzen. Die CDU-Landtagsabgeordnete Heike Troles teilt mit, dass unter den 22 in der Kooperationsvereinbarung genannten Kommunen auch Grevenbroich gelistet ist: „Das neue Förderangebot des Landes ist eine einmalige Chance, um den Bahnhof Grevenbroich neu zu denken. Gefördert werden kann neben der visuellen Aufwertung des Bahnhofsgebäudes und des Bahnhofvorplatzes auch eine Umnutzung von leerstehenden Gebäudeteilen. Damit ließen sich auf einen Schlag gleich mehrere zukunftsweisende Vorhaben verwirklichen.“

Denkverbote seien jetzt fehl am Platz. Vielmehr brauche es Kreativität und eine handlungswillige Stadtverwaltung macht Troles klar: „Der Bahnhof der Zukunft ist nicht mehr nur Ein- und Ausstiegsort. Vielmehr gilt es gesellschaftliche, soziale und kulturelle Bereiche mitzudenken, die Mobilität dabei miteinzubeziehen und den Aufenthaltscharakter an sich zu verbessern. Ich denke hier an Räume für Gastronomie, für Kultur, zum Beispiel Ausstellungen, Theater und Konzerte, an Co-Working-Spaces, an niederschwellige Angebote der Jugendsozialarbeit und vieles mehr. Sogar über Wohnraum am Bahnhof kann und sollte nachgedacht werden. Kombiniert mit kleineren Maßnahmen wie Bepflanzungen, sorgt man für einen attraktiveren Bahnhof und wird gleichzeitig für das Bahnfahren an sich.“