Der Spätfrühling und Frühsommer – bis etwa Ende Juni – ist die Zeit des Eichenprozessionsspinners. Der Kontakt mit der Raupe kann zu heftigen allergischen Reaktionen führen, weshalb ihr Auftreten besonders an sensiblen Stellen wie Kinderspielplätzen, Kindertagesstätten und Schulen bekämpft wird. In der letzten Woche ist es in Grevenbroich bereits zu fünf derartigen Vorkommnissen gekommen. Eichenprozessionsspinner sind zunächst gelblich-braun, verfärben sich aber mit der Zeit zu graublau bis schwarz. Sie sind vollständig mit Brennhaaren bedeckt und werden circa fünf Zentimeter lang. Die Raupen bauen aus ihren Gespinsten Nester, die in Bäumen oder Sträuchern hängen, diese aber nicht vollständig bedecken.

Vom Eichenprozessionsspinner zu unterscheiden ist dagegen die harmlose Gespinstmotte. Ihre Nester überziehen Bäume oder Sträucher vollständig mit einem weißen Gespinst. Diese Motte ist komplett unbehaart, gelblich mit schwarzen Punkten. Die von ihnen befallenen Gehölze treiben wieder aus, wenn sich die Tiere ab Ende Juni verpuppt haben.

Wer Nester des Eichenprozessionsspinners im Stadtgebiet feststellt, wird gebeten, diese bei den Stadtbetrieben Grevenbroich unter 02181/608-454 oder brigitte.laurenz@stadtbetriebe-grevenbroich.de zu melden. Die Gespinstmotte dagegen muss nicht gemeldet werden, da von ihr keine Gefährdung ausgeht und sie auch nicht bekämpft werden muss.