Am vergangenen Mittwoch richtete der Starkregen verheerende Schäden in vielen Teilen Nordrhein-Westfalens an. Auch die Gemeinde Rommerskirchen blieb nicht verschont. Die Freiwillige Feuerwehr war vom Vormittag bis in die späte Nacht hinein im Dauereinsatz. Bereits am Vormittag stand der Keller des evangelischen Gemeindezentrums in Eckum unter Wasser. Ab dem späten Nachmittag erhöhte sich dann die Zahl der Einsätze rapide, bei denen die Feuerwehrleute insbesondere überflutete Keller leerpumpen mussten. Betroffen war auch die Berghütte in Vanikum. Auch nachdem der Regen gegen 22 Uhr nachließ, gab es keine Entspannung der Lage: nach Mitternacht musste die Feuerwehr weitere Male ausrücken, so zum Beispiel in die Butzheimer Wyckgasse. Gegen 5.30 Uhr war der Großeinsatz zunächst beendet. Einen weiteren Einsatz gab es dann in den frühen Morgenstunden, als die Ehrenamtler zur Bachstraße in Butzheim und der Frankenstraße in Oekoven gerufen wurden. Im Einsatz waren insgesamt rund 80 Feuerwehrleute – zum Teil bis in die frühen Morgenstunden hinein. Als alle Einsätze im Gemeindegebiet beendet waren, rückte Feuerwehrchef Werner Bauer mit frischen Kräften nach Grevenbroich aus, wo das Speira-Werk von den Wassermassen besonders stark in Mitleidenschaft gezogen worden war. Dort liefen die Kabelkanäle für die Versorgungsleitungen zu. Der Einsatz war erst am Donnerstagmorgen gegen 7 Uhr beendet.

Gemeinsam mit Werner Bauer und dem Evinghovener Löschzugführer Frank Engels koordinierte Daniel Krey – im Ordnungsamt für Feuerwehrbelange zuständig – in der Einsatzzentrale an der Wehrstraße. Von einer rekordverdächtigen Anzahl von Einsätzen mochte Krey nicht sprechen. „Wir werden uns wohl vermehrt auf solche Ereignisse einstellen müssen“, meinte er angesichts der in den vergangenen Jahren deutlich vermehrten Starkregenereignisse. Mit Pumpen nicht mehr getan war es bei der Unterführung der Neurather Straße in Höhe von Feldbahnmuseum und Kreistierheim: Hier stand das Wasser so hoch, dass die Unterführung zu später Stunde vom Bauhof der Gemeinde abgesperrt werden musste – sicherheitshalber gleich an der Zufahrt von der B 59 her. Was uneinsichtigen Zeitgenossen allerdings nicht genügte: Nach Auskunft des Tiefbauamts gab es offensichtlich mehrere Fälle, wo insbesondere Taxifahrer das Verbotsschild schlichtweg missachteten. Mitarbeiter des Kreistiefbauamts seien dabei am Donnerstagvormittag wüst beschimpft worden, wie zu erfahren war. Gestern Nachmittag hatte sich die Situation soweit entspannt, dass die Sperrung wieder aufgehoben werden konnte. „Wir hatten noch Glück im Unglück, wenn man die Situation mit anderen Teilen von NRW und des ganzen Landes ver-gleicht“, sagt Bürgermeister Dr. Martin Mertens, der sich bis in die Nacht hinein an der Wehrstraße aus erster Hand über den Stand der Dinge informierte. „Ich danke allen Einsatzkräften herzlich. Ihr habt wieder einmal großartiges geleistet.