Mit Blick auf den bundesweiten Digitaltag am 18. Juni fordert die Behindertenhilfe der St. Augustinus Gruppe die digitale Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu stärken. „Wenn sich das gesellschaftliche Leben zunehmend ins Digitale verlagert, ist es wichtig, allen Menschen einen Zugang zu dieser digitalen Welt zu gewähren“, sagt Magdalena Hackl, Geschäftsführerin der Behindertenhilfe. „Das bedeutet nicht nur barrierefreie Informationssysteme, sondern ganz generell die Ausstattung mit Smartphone, Tablet oder Computer – und das bedeutet auch, das Angebot an speziellen Schulungen für Menschen mit kognitiven oder körperlichen Einschränkungen auszubauen, um Kompetenzen zu stärken.“ Viele Bereiche des sozialen und gesellschaftlichen Lebens sind ins Netz verlagert worden: Arzttermine oder Besuche bei Behörden ausmachen, Anträge stellen, Bewerbungsgespräche führen. „Dafür benötigen Menschen mit Behinderung Zugang zu Technologien, spezielle Kompetenzen und ein digitales Verständnis. Man darf hier niemanden abhängen“, mahnt Hackl.

Für den eigenen digitalen Ausbau hat die Behindertenhilfe der St. Augustinus Gruppe jetzt finanzielle Unterstützung von der Aktion Mensch bekommen: Insgesamt 90.000 Euro wurden bewilligt, um digitale Teilhabe für alle Bewohnerinnen und Bewohner der Behindertenhilfe zu ermöglichen. Unter anderem konnten sogenannte Cabito-Rechner angeschafft werden. „Das sind spezielle barrierefreie und höhenverstellbare Stand-Computer mit Touchscreen und Sprachausgabe“, erläutert Karl-Heinrich Bertelmann-Ginster, Leiter der Tagesstruktur und Netzwerke der St. Augustinus Gruppe: „Die Rechner sind noch ganz neu, und aktuell schulen wir unsere Klientinnen und Klienten, so dass sie dann selbstständig damit arbeiten können.” Digitalisierung sei ein fortlaufender Anpassungsprozess. „Auch wir als Unternehmen sind gefordert ständig weiter daran zu arbeiten und digitales Engagement zu zeigen, um für die Menschen, die sich uns anvertrauen, auf neue Technologien reagieren zu können“, so Bertelmann-Ginster.