Sechs Meter ist sie lang, eineinhalb Kubikmeter Beton wurden für sie benötigt, und 600 bunt bemalte Steine machten aus dem steinernen „Reptil“ am Steinbrink tatsächlich eine Steinschlange. Nachdem sich das Projekt wegen des zum Teil regnerischen Sommers um einige Wochen verzögert hatte, inzwischen konnte es erfolgreich abgeschlossen werden. „Die Schlange soll auch ein Geschenk an die Kinder in der Gemeinde sein, wobei ich mich freue, wie gelungen das „Ur-Viech“ ist“, sagt Bürgermeister Dr. Martin Mertens. Sein Dank gilt Regine Hilgers, deren Initiative zum Bemalen der Steine in der örtlichen Facebook-Gruppe „Gillbach Stones“ die Gemeinde aufgegriffen hatte. Gleichermaßen dankt Mertens Anna Trundelberg, die als Bauingenieurin und Stahlbetonbauerin das Projekt seitens des Rathauses umgesetzt hat. „Die Stadt Duisburg hat so etwa auch schon gemacht“, sagt sie mit Blick auf interessante Anregungen, die in das im Juni gestartete Projekt eingeflossen sind.

Zunächst hatte der Bauhof den Unterbau errichtet, ausgeschachtet und mit Schotter verfüllt, um eine frostsichere Schicht zu schaffen. Danach wurde die Schlange aus bewehrtem Beton errichtet und von Hand geformt. Dabei wurden die Steine etappenweise in den Boden eingelassen. Abschließend wurde das Ganze verfugt und versiegelt, womit die Steinschlange nun jedem Wetter Paroli bieten kann. Die Steinschlange befindet sich am Steinbrink unweit der Kota (einer skandinavischen Holzhütte), dem „Hauptquartier“ der Naturgruppe in der Kindertagesstätte „Gillbach-Wichtel“. „Wegen Corona haben die Kleinsten in unserer Gemeinde auf Vieles verzichten müssen. Ich hoffe, dass sie, aber auch die Erwachsenen viel Freude mit der Steinschlange haben werden“, so Martin Mertens.