Drei Männer aus Neuss im Alter von 61, 73 und 88 Jahren sind an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben. Damit steigt die Zahl der Todesopfer kreisweit auf 290. Im Rhein-Kreis Neuss ist aktuell bei 988 Personen (Vortag: 1 013) eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Hiervon befinden sich 66 (Vortag: 64) in einem Krankenhaus. Kreisweit 12 293 Personen (Vortag: 12 233) sind wieder von der Infektion genesen. Insgesamt 50 953 Personen (Vortag: 48 989) haben im Kreis bislang eine Impfung und 18 605 (Vortag: 18 089) bereits die Zweitimpfung gegen das Coronavirus erhalten.

Über Ostern konnten im Impfzentrum des Rhein-Kreises Neuss kurzfristig zusätzliche Termine vergeben werden. Dabei kam es jedoch zu Warteschlangen, die unter anderem mit einer vorübergehenden Störung in der Datenübertragung, die vor Ort eine händische Erfassung von Terminen erforderlich machte, zusammenhingen. Mit kurzfristiger Personalaufstockung und zwei zusätzlichen Impfstraßen wurde dies am Ostersonntag aufgefangen. „Allen, die bis spät in die Nacht daran mitgewirkt haben, dass die 2.666 Impflinge dieses Tages trotz Wartezeit zufrieden gestellt werden konnten, gilt mein ausdrücklicher Dank“, sagt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Er betont, dass es nur durch zahlreiche und möglichst schnelle Impfungen gelingen kann, die Corona-Pandemie einzudämmen und später auch endgültig zu überwinden. Der Rhein-Kreis Neuss verimpfe daher alles, was ihm an Impfstoff zur Verfügung stehe.

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG) liegt für den Rhein-Kreis Neuss bei 106,9 (Vortag: 124,6). Unter den im Kreisgebiet aktuell mit dem Coronavirus infizierten Personen ist bei 443 Fällen (Vortag: 476) die britische Viruslinie B.1.1.7 sowie bei 4 Fällen (Vortag: 4) die südafrikanische Viruslinie B 1.351 nachgewiesen. Hierbei gibt es aktuell keinen Hot-Spot. Der Rhein-Kreis Neuss untersucht seit Ende Januar alle in den Testzentren Neuss und Grevenbroich sowie durch die mobilen Testteams entnommenen positiven Corona-Tests auf ihre Sequenzierung.

Insgesamt wurden im Rhein-Kreis Neuss seit Pandemie-Beginn 13 571 (Vortag: 13 534) Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Von den aktuell 988 Infizierten gehören 206 der Gruppe der unter 20-Jährigen an. Zurzeit sind 2 259 Personen (Vortag: 2 493) als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt.

Die derzeit mit dem Coronavirus infizierten Personen verteilen sich wie folgt auf die Städte und die Gemeinde im Kreis:

Neuss: 394 (Vortag: 394)

Grevenbroich: 90 (Vortag: 92)

Dormagen: 253 (Vortag: 265)

Meerbusch: 84 (Vortag: 86)

Kaarst: 61 (Vortag: 69)

Korschenbroich: 32 (Vortag: 34)

Jüchen: 36 (Vortag: 36)

Rommerskirchen: 38 (Vortag: 37)

Die Infektionszahlen sieht Landrat Hans-Jürgen Petrauschke weiter auf einem zu hohen Niveau. „Auch wenn die Inzidenz wieder etwas zurückgegangen ist, müssen wir die bestehenden Vorsichtsmaßnahmen aufrechterhalten. Das gilt auch, wenn sie unter 100 fallen sollte. Es gilt alle nicht unbedingt nötigen Kontakte zu vermeiden und die Hygieneregeln streng einzuhalten. Insbesondere mit Blick auf die Virusmutationen ist es dringend erforderlich, die Zahl der Neuinfektionen abzusenken, um dauerhaft eine Überlastung des Gesundheitssystems ausschließen zu können und Menschenleben zu schützen“, erklärt Petrauschke. Auch weiter fortschreitende Impfungen dürfen nicht dazu verleiten, in der Einhaltung der Regeln nachlässig zu werden“, appelliert der Landrat an die Eigenverantwortung der Bevölkerung.

Der Landrat bittet, weiter die bekannten Vorsichtsmaßnahmen zu befolgen: „Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand, achten Sie auf Handhygiene, tragen Sie eine Maske, wenn ein ausreichender Abstand nicht gewährleistet werden kann und lüften Sie regelmäßig in geschlossenen Räumen. Konsequente Sorgfalt gilt auch im Umgang mit Menschen, die auf besonderen Schutz angewiesen sind und vertrauen, wie Seniorinnen und Senioren, ob im privaten Umfeld oder in Einrichtungen. Nur in größtmöglicher Solidarität können wir gemeinsam gegen die Ausbreitung des Coronavirus angehen.“


Für wichtige Fragen hat das Kreis-Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 02181/601-7777 eine Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags von 8 – 18 Uhr und am Wochenende von 10 – 18 Uhr erreichbar. Aktuelle Informationen und weitere Statistiken finden sich auf der Kreis-Homepage unter www.rhein-kreis-neuss.de/corona.