Eine 73-jährige Frau aus Kaarst und ein 63-jähriger Mann aus Jüchen sind an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben. Damit steigt die Zahl der Todesopfer kreisweit auf 287. Im Rhein-Kreis Neuss ist aktuell bei 939 Personen (Vortag: 946) eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Hiervon befinden sich 58 (Vortag: 61) in einem Krankenhaus. Kreisweit 11 964 Personen (Vortag: 11 904) sind wieder von der Infektion genesen. Insgesamt 43 573 Personen (Vortag: 42 664) haben im Kreis bislang eine Impfung und 16 984 (Vortag: 16 530) bereits die Zweitimpfung gegen das Coronavirus erhalten.

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG) liegt für den Rhein-Kreis Neuss bei 104,0 (Vortag: 96,5). Unter den im Kreisgebiet aktuell mit dem Coronavirus infizierten Personen ist bei 502 Fällen (Vortag: 406) die britische Viruslinie B.1.1.7 sowie bei 3 Fällen (Vortag: 1) die südafrikanische Viruslinie B 1.351 nachgewiesen. Hierbei gibt es aktuell keinen Hot-Spot. Der Rhein-Kreis Neuss untersucht seit Ende Januar alle in den Testzentren Neuss und Grevenbroich sowie durch die mobilen Testteams entnommenen positiven Corona-Tests auf ihre Sequenzierung.

Insgesamt wurden im Rhein-Kreis Neuss seit Pandemie-Beginn 13 190 (Vortag: 13 135) Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Zurzeit sind 2 220 Personen (Vortag: 2 223) als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt.

Die derzeit mit dem Coronavirus infizierten Personen verteilen sich wie folgt auf die Städte und die Gemeinde im Kreis:

Neuss: 390 (Vortag: 388)

Grevenbroich: 81 (Vortag: 81)

Dormagen: 233 (Vortag: 237)

Meerbusch: 63 (Vortag: 62)

Kaarst: 78 (Vortag: 85)

Korschenbroich: 32 (Vortag: 35)

Jüchen: 35 (Vortag: 32)

Rommerskirchen: 27 (Vortag: 26)

Die Infektionszahlen sieht Landrat Hans-Jürgen Petrauschke weiter auf einem zu hohen Niveau. „Die jetzt wieder wärmere Jahreszeit darf nicht dazu führen, dass wir bei der Einhaltung der Corona-Vorschriften nachlässig werden. Insbesondere mit Blick auf die Virusmutationen ist es dringend erforderlich, die Zahl der Neuinfektionen abzusenken, um dauerhaft eine Überlastung des Gesundheitssystems ausschließen zu können und Menschenleben zu schützen“, erklärt Petrauschke. „Ich rufe auf, alle nicht unbedingt notwendigen Kontakte zu vermeiden. Wir sollten uns daran orientieren, was wirklich notwendig ist und nicht all das ausreizen, was zulässig wäre. Auch weiter fortschreitende Impfungen dürfen nicht dazu verleiten, in der Einhaltung der Regeln nachlässig zu werden“, appelliert der Landrat an die Eigenverantwortung der Bevölkerung.

Zudem bittet der Landrat, weiter die bekannten Vorsichtsmaßnahmen zu befolgen: „Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand, achten Sie auf Handhygiene, tragen Sie eine Maske, wenn ein ausreichender Abstand nicht gewährleistet werden kann und lüften Sie regelmäßig in geschlossenen Räumen. Konsequente Sorgfalt gilt auch im Umgang mit Menschen, die auf besonderen Schutz angewiesen sind und vertrauen, wie Seniorinnen und Senioren, ob im privaten Umfeld oder in Einrichtungen. Nur in größtmöglicher Solidarität können wir gemeinsam gegen die Ausbreitung des Coronavirus angehen.“


Für wichtige Fragen hat das Kreis-Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 02181/601-7777 eine Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags von 8 – 18 Uhr und am Wochenende von 10 – 18 Uhr erreichbar. Aktuelle Informationen und weitere Statistiken finden sich auf der Kreis-Homepage unter www.rhein-kreis-neuss.de/corona.