Im Rhein-Kreis Neuss ist aktuell bei 1 125 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Hiervon befinden sich 57 in einem Krankenhaus. Unverändert 40 Menschen sind an den Folgen der Erkrankung verstorben. Kreisweit 2 861 Personen sind wieder von der Infektion genesen.

Von den derzeit mit dem Virus infizierten Personen wohnen 491 in Neuss, 160 in Dormagen, 131 in Grevenbroich, 106 in Meerbusch, 79 in Kaarst, 55 in Korschenbroich, 54 in Jüchen und 49 in Rommerskirchen. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG) liegt aktuell für den Rhein-Kreis Neuss bei 137,3. Insgesamt wurden im Rhein-Kreis Neuss seit Pandemie-Beginn 4 026 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Zurzeit sind 2 720 Personen als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt.

Im Seniorenzentrum Haus Nordpark in Neuss ist nach Testung aller 80 noch nicht getesteten Bewohner sowie der 124 Mitarbeiter bei einer weiteren Bewohnerin und fünf Mitarbeitern eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Von zwei Bewohnern und sechs Mitarbeitern stehen die Befunde noch aus. Insgesamt erhöht sich die Zahl der Infizierten damit auf 18 Bewohner und 5 Mitarbeiter. Die WTG-Behörde des Rhein-Kreises Neuss hat für die Einrichtung einen Aufnahmestopp verhängt. Zudem sind Besuche nur noch unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen möglich und Personal darf ausschließlich auf einer Station eingesetzt werden. Die Testung aller Bewohner und Mitarbeiter wurde durchgeführt, nachdem bei 17 von 40 Bewohnern aus zwei Wohnbereichen eine Infektion festgestellt worden war.

An der Pestalozzi Grundschule in Neuss wurden die Kinder aus einer Gruppe des Offenen Ganztags sowie 3 Mitarbeiter unter Quarantäne gesetzt, nachdem eine Mitarbeiterin positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet wurde. In der Sebastianusschule in Kaarst wurden die Kinder aus einer Klasse unter Quarantäne gesetzt, nachdem bei einem Mitarbeiter eine Corona-Infektion nachgewiesen worden war.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke appelliert, sich strikt an die Corona-Regeln zu halten und Kontakte weiterstmöglich zu minimieren: „Unser aller Verhalten entscheidet, wie stark und wie schnell sich das Corona-Virus ausbreitet und wann Beschränkungen wieder gelockert werden können.“ Es gehe jetzt nicht so sehr um die Frage, was alles noch möglich ist, sondern vorrangig darum, Kontakte außerhalb der eigenen Familie deutlich zu verringern und auch nicht Treffen aus dem öffentlichen Raum in die private Wohnung zu verlagern.

Zudem bittet der Landrat, Vorsichtsmaßnahmen zu befolgen. „Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand, achten Sie auf Handhygiene, tragen Sie eine Alltagsmaske, wenn ein ausreichender Abstand nicht gewährleistet werden kann und lüften Sie regelmäßig in geschlossenen Räumen. Es gilt jetzt, so wenig Kontakte wie möglich zu haben und in Solidarität gemeinsam gegen die Ausbreitung des Coronavirus anzugehen“, so Petrauschke.

Für wichtige Fragen hat das Kreis-Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 02181/601-7777 eine Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags von 8 – 18 Uhr und am Wochenende von 10 – 18 Uhr erreichbar. Aktuelle Informationen und weitere Statistiken finden sich auf der Kreis-Homepage unter www.rhein-kreis-neuss.de/corona.